30.07.2016, 10:37 Uhr

1337 Tage Asyl-Pension Linde in Bleiburg

Tischtennisfinale Siegerehrung (Foto: Asylpension Linde Bleiburg)
Ebersdorf: Pension Linde | 1337 Tage Asyl-Pension Linde in Bleiburg

Am 30. November 2012 startete Anton Stefitz mit der Unterbringung von 30 Asylwerbern in der Pension Linde in Ebersdorf bei Bleiburg. Dieses Projekt half nicht nur dem Land und der Stadtgemeinde, sondern auch dem seit zehn Jahren lehrstehendem Haus! Dadurch schaffte die Familie Stefitz nicht nur die Erfüllung der Gemeindequote vielmehr aber einen menschenwürdigen Unterbringungsstandard für die aktuell 70 männlichen Bewohner.

Stolz blickt der Familienbetrieb auf die Brauchtumsweitergabe wie Neujahr, Ostern und Weihnachten je nach Religion und Kultur zurück. Auch die eigene Religion wird akzeptiert und der Ramadan (Fastenmonat), der heuer bis zum 4. Juli gedauert hat, ermöglicht. Der Abschluss, das Fastenbrechen, wurde mit dem Sommerfest mit Nachbarn, Freunden, Bekannten der Familie, ehrenamtlichen Unterstützen sowie Asylwerbern gefeiert. Höhepunkt des Festes war neben einem Tischtennisturnier, die vielfältige Kulinarik aus verschiedensten Ländern .

Wichtig ist der korrekte Umgang mit den Asylbewohnern, welcher sich durch Freundlichkeit und hoher Hilfsbereitschaft täglich auszeichnet. Sauberkeit im Haus, Pflege der Außenanlage sowie gemeinsames Kochen zeichnen die Pension Linde aus!

Viele ehrenamtliche Unterstützer helfen einerseits mit Deutschkursen um die Deutsche Sprache als Weg aus der Isolation zu lehren, andererseits durch sportliche Aktivitäten die bessere Integration zu schaffen und durch diverse Projekte die „tödliche“ Langweile zu brechen. Eines der Projekte zur stärkeren Integration war die Aktivität mit der Neuen Bleiburger Mittelschule von Robert Poppernitsch, in welcher die Bleiburger Kirche mit Karton nachgebildet wurde. Sportlich nahm das Team von der Bleiburger Asylpension bei einem Fußballturnier, beim Jufa Lauf und Pirki Lauf teil, bei welchen spitzen Platzierungen erreicht werden konnten.

17 Asylwerber wurden unter anderem getauft und konvertierten zum christlichen Glauben.

Der absolute Höhepunkt war aber der Überraschungsbesuch der amerikanischen Botschafterin Alexa Wesner. Die Diplomatin überzeugte sich selbst wie eine perfekte Unterbringungsstätte funktioniert, nahm sich auch viel Zeit um einerseits mit den Asylwerbern und andererseits mit der Familie Stefitz zu sprechen. Der Familienbetrieb schaut auf harmonische 1337 Tage zurück, spricht gleichzeitig eine Einladung an die Bevölkerung aus, die Asylwerber Vorort kennen zu lernen, ehrenamtlich die Integration zu fördern und zu unterstützen.

Video zum spannenden iranischem Finale:

Sommerfest mit afghanischem Tanz:
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