07.10.2016, 11:21 Uhr

Hier wird Bildung groß geschrieben

Rektor Jože Kopeinig (Mitte) mit den Bildungsreferenten Daniel Sturm (li.) und Martin Pandel

Drei Referenten stehen hinter dem Programm des Bildungshauses "Sodalitas".

TAINACH. Das Herbstprogramm im Katholischen Bildungshaus Sodalitas in Tainach hat gerade begonnen. Jährlich besuchen rund 15.000 Teilnehmer die 500 Vorträge, Seminare und Workshops, die je zur Hälfte aus Eigen- und aus Gastveranstaltungen bestehen. Doch wer organisiert diese eigentlich und wie und wo entsteht das gedruckte Programm "Dialog"?

Organisations-Trio

Hinter der umfangreichen Organisation stehen Rektor Jože Kopeinig und die beiden Bildungsreferenten Daniel Sturm und Martin Pandel. "Ein Jahr brauchen wir Vorlaufzeit für ein Programm", erklärt Kopeinig, "Deshalb stecken wir jetzt schon mitten in den Vorbereitungen für Jänner bis August 2017." Jeder Referent gestaltet seinen Teil nahezu eigenständig.
"Das sich wiederholende Fixprogrammwie wie Eltern- und Sprachkurse, die Exerzizien oder die Musikwerkstatt machen das Haus aus", betont Sturm. "Zu den Themen werden aber immer neue Referenten geholt, denn ein Bildungshaus muss innovativ sein."

Politik und Geschichte

Pandels Schwerpunkte sind Politik und Geschichte. Dazu veranstaltet er ganze Vortragsreihen, zu denen auch immer Bücher entstehen und die bereits mehrfach ausgezeichnet wurden. "Wir gehen aber auch auf international Aktuelles ein wie jetzt die US-Präsidentschaftswahlen oder die Alpenkonvention, deren Vorsitz Österreich am 13. Oktober übernimmt, ein", so Pandel.
Die Ideen zu den Vorträgen und Seminaren kommen oft auch von den Referenten und Teilnehmern. "Ich sehe die Referenten teilweise als Mitarbeiter", so Sturm.


Große Namen in Tainach

Zu den größten Veranstaltungen gehörten in der Vergangenheit Treffen, Runde Tische oder Vorträge mit dem früheren Bundespräsidenten Rudolf Kirchschläger, Kardinal Franz König, Viktor Frankl oder Kommunikationswissenschafter Paul Watzlawick.

Der Dialog

Das zu jedem Programm-Halbjahr erscheinende Heft "Dialog" wird ebenfalls zur Gänze im Tainacher Bildungshaus produziert. "Satz und Layout liegen in unseren Händen, nur der Druck erfolgt auswärts", ergänzt Sturm. Stolz sind die Organisatoren darauf, dass ab Jänner 2017 wieder ein zweisprachiger Lehrgang für Kindergartenhelferinnen angeboten werden kann. Die Ausbildung dauert 1,5 Jahre.
Drei Mal war das Bildunghaus auch schon Partner bei EU-Projekten.

Kunst im Bildungshaus

Doch nicht nur die vielen Veranstaltungen in Sachen Erwachsenenbildung machen das Haus aus, sondern auch die künstlerischen Ausstellungen, die Kopeinig besonders am Herzen liegen: "Bei Vernissagen kommen Menschen ins Haus, die sich sonst nicht für ein Bildungshaus interessieren. Aus einigen Besuchern wurden über diese Brücke schon Seminarteilnehmer."

Besuchermagnet Kapelle

Ein weiteres Highlight, das Tainach von anderen Bildungshäusern abhebt, ist die bekannte Kapelle, die seit 2013, nach einer künstlerischen Neugestaltung von Pater Marko Rupnik, ein Besuchermagnet ist. "Ich habe seitdem an die 550 Führungen geleitet", ist Kopeinig stolz und fügt abschließend hinzu: "Unser Haus steht für Begegnung, Dialog und Kunst".


Zu den Personen:


Rektor Jože Kopeinig ist seit 48 Jahren Leiter des Katholischen Bildungshauses "Sodalitas" in Tainach.
Bildungsreferent Martin Pandel ist seit 38 Jahren im Bildungshaus tätig. Er erhielt heuer das Große Ehrenzeichen des Landes Kärnten für seinen jahrzehntelangen Einsatz für politische Bildung, Verständigung und Anliegen der slowenischen Volksgruppe in Kärnten verliehen.
Daniel Sturm stieß vor 19 Jahren zum Team.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.