27.09.2016, 15:45 Uhr

Keine Chancen für Einbrecher

Bezirkskriminalreferent Chefinspektor Rudolf Stiff und Bezirksinspektor Günther Kazianka (von links)
VÖLKERMARKT. Die im Vorjahr von der Völkermarkter Polizei eingeführten Aktionstage zum Schutz vor Dämmerungseinbrüchen zeigen Wirkung: Gab es von Oktober 2014 bis März 2015 noch 20 Dämmerungseinbrüche im Bezirk, so konnte die Zahl von Oktober 2015 bis März 2016 auf zwölf reduziert werden. "Es ist wichtig, die Bevölkerung zu sensibilisieren, ihr Eigentum zu schützen und verdächtige Wahrnehmungen sofort zu melden. Denn nur gemeinsam sind wir stark", erklärt Bezirkskriminalreferent Rudolf Stiff. Diese Zusammenarbeit zwischen Polizei und Bevölkerung funktioniere in kleinen Schritten immer besser.


Gemeinsamer Impulstag

Im Vorjahr konnten im Rahmen der Aktionstage, die an verschiedenen Orten und Tagen im ganzen Bezirk durchgeführt wurden, insgesamt 500 Besucher gezählt werden. "Diese hohe Zahl hat uns selbst überrascht", so der Präventionsbeamte Günther Kazianka. Aus diesem Grund geht die Polizei heuer zum Beginn der Dämmerungseinbrecher-Saison noch einen Schritt weiter: Am 5. Oktober findet ein gemeinsamer Impulstag aller Polizeidienststellen im Bezirk Völkermarkt statt (nähere Informationen siehe "Zur Sache").

Einbrüche am Tag

Wobei der Begriff der Dämmerungseinbrüche nicht mehr ganz korrekt ist. Haben sich die Einbrüche bis vor einigen Jahren noch auf die Zeit von 16 bis 22 Uhr beschränkt, sind die Täter mittlerweile auch tagsüber unterwegs. "Wir führen das unter anderem auf die vermehrte Streifentätigkeit zurück, die die Einbrecher von ihrer angestammten Zeit verdrängt hat", so Stiff. Zudem seien Vormittags viele Häuser und Wohnungen leer.

Digitale Medien

Wie die Völkermarkter ihr Eigenheim vor Einbrechern schützen können, ist beim Impulstag zu erfahren. Geschulte Beamte beraten Interessierte vor Ort. In die Einbruchssicherung sind auch die digitalen Medien miteinzubeziehen. "Es wird oft unterschätzt, was zum Beispiel auf Facebook alles ausspioniert wird", warnt Kazianka.

Betreuung von Opfern

Sollte es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einem Einbruch gekommen sein, steht der Präventionsbeamte Gerald Lipitz für die Nachservicierung von Einbruchsopfern zur Verfügung. "Für die meisten Opfer ist nicht der gestohlene Schmuck das größte Problem, sondern die psychische Belastung, dass Fremde in ihre Privatsphäre eingedrungen sind", erklärt Stiff.

ZUR SACHE: Gemeinsamer Impulstag


Wann: Mittwoch, 5. Oktober von 9 bis 12 Uhr

Wo: Wochenmarkt Völkermarkt, Adeg Markt Verhounig in Griffen, Spar Markt St. Kanziann (9 bis 10:30 Uhr), Dorfplatz Gallizien (11 bis 12 Uhr), Hofer Eberndorf, Unterer Hauptplatz Bleiburg vor der Polizei und vor dem Gemeindeamt in Bad Eisenkappel
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.