19.04.2016, 04:30 Uhr

Kunststoff-Recycler feiert 60-Jahr-Jubiläum

Sitzt als größter Kunststoff-Recycler am Markt fest im Sattel: Werner Kruschitz beschäftigt 140 Mitarbeiter (Foto: WOCHE)
Völkermarkt: Industriepark |

Österreichs größter Kunststoff-Recycler investiert im großen Jubiläumsjahr genau fünf Millionen Euro.

Mit den modernsten Kunststoffrecycling-Anlagen Europas, 140 Mitarbeitern und 66.000 Tonnen recyceltem Kunststoff pro Jahr zählt das Unternehmen Kruschitz zu den größten Kunststoffverwertern Europas. Ob Verpackungsmaterial aus Kunststoff, altes Spielzeug, Kanister, Kisten, Kunststoffmöbel, Kübel, Folien, Kunststoff-Produktionsreste von Firmen oder gebrauchte PET-Flaschen – im Vier-Schicht-Betrieb entsteht an den zwei Standorten in Völkermarkt und Kühnsdorf aus altem Kunststoff neuer.

Kunststoff-Start 1990

„Es hat mich immer gestört, dass so viel Plastik weggeworfen und nicht recycelt wird“, erzählt Geschäftsführer Werner Kruschitz. 1990 startete der Betrieb mit dem Zerkleinern von Kunststoffen. Heute wird Kunststoff aus ganz Europa nach Völkermarkt und Kühnsdorf gebracht und weiterverarbeitet.

Anfänge in Klagenfurt

Begonnen hat alles aber eher zufällig. Valentin Kruschitz, der Vater von Werner, entsorgte vor 43 Jahren Papier für ein großes Unternehmen in Klagenfurt. Mit der einfachen Frage, was denn nun mit dem Kunststoff geschehen soll und ob Kruschitz ihn nicht mitnehmen könne, begann die Geschichte des Betriebes mit seiner Spezialisierung auf Kunststoffrecycling.
Am 23. April 2016 gibt es auf dem Firmengelände in Völkermarkt zwei Gründe zu feiern: Sowohl der Betrieb als auch der Eigentümer und Geschäftsführer werden 60 Jahre alt. Im Jubiläumsjahr griff Kruschitz tief in die Tasche und investierte fünf Millionen Euro am Standort in Völkermarkt. „Wir haben eine neue Produktionshalle errichtet und eine neue, hochmoderne Sortieranlage für Kunststoffe angeschafft“, fasst Kruschitz zusammen.


ZUR SACHE
Fünf Schritte: Bis aus gebrauchtem Kunststoff neuer entsteht, sind fünf Schritte nötig. Zuerst wird er sortiert, zerkleinert und gewaschen. Das Rohmaterial wird bei 180 bis 300 Grad Celsius geschmolzen, auf Wunsch eingefärbt und mit Additiven gefüllt. Das Granulat wird dann in großen Silos gelagert, bevor es in die ganze Welt geht.

Recycling als Erfolgsgeschichte
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