25.04.2016, 12:00 Uhr

Ortskern in Griffen beleben

Unterm Schlossberg: Bürgermeister Josef Müller will dem Ortskern mit Wohnraum und Geschäftsflächen Leben einhauchen (Foto: WOCHE)
Griffen: Griffen |

Allgemeinen Trend entgegenwirken – so will die Gemeinde Griffen den Ortskern mit Leben erfüllen!

Immer mehr leerstehende Verkaufs- und Geschäftsflächen zeigen eine allgemeine Entwicklung, der sich auch der Ortskern von Griffen nicht entziehen kann. Die Ursachen sind breit gefächert: Betriebsinhaber finden keine Nachfolger, das Online-Geschäft macht dem Handel zu schaffen und Geschäftsflächen entsprechen nicht mehr den Anforderungen.

Jugend wandert aus

Zu allem Überdruss suchen junge, gut ausgebildete Menschen ihr Glück in Ballungszentren oder kehren nach dem Studium nicht mehr in die Heimat zurück. Die Folge sind oft große Gebäude, die nur mehr von der älteren Generation bewohnt werden und zum Großteil unbewohnt bleiben. „Wir möchten diesem Trend mit einem Konzept entgegenwirken“, gibt sich Bürgermeister Josef Müller kämpferisch.

Geschäfte und Wohnraum

Unterstützung holt sich die Marktgemeinde Griffen von Experten aus der Gemeinde- und Wohnbauförderungsabteilung des Landes Kärnten sowie dem Architekturbüro „share architects“ aus Wien. „Experten sind sich einig, dass ein Ortszentrum nur dann mit Leben erfüllt ist, wenn es neben Geschäften auch ein gutes Angebot an Dienstleistern, ein Mindestmaß an Arbeitsplätzen im Zentrum aber auch ausreichend und leistbaren Wohnraum gibt“, analysiert Müller.
Bei der Erstellung des Konzepts zur Belebung des Ortskerns bezieht die Gemeinde Haus- und Liegenschaftseigentümer ebenso ein, wie alle interessierten Bürger. Am 12. Mai ist im Kultursaal eine Informationsveranstaltung für alle Interessierten geplant. „Danach gehen wir in Workshops und Arbeitsgruppen ins Detail“, betont Müller.


ZUR SACHE

Hochwasserschutz: Die Kosten für den Hochwasserschutz Griffen Ost betragen bis zu 2,4 Millionen Euro. Der Anteil der Gemeinde Griffen beläuft sich voraussichtlich auf rund 480.000 Euro. Den Rest teilen sich der Bund und das Land Kärnten. Anfang April wurde mit den ersten Baumaßnahmen im Ortszentrum an der Wölfnitz begonnen.
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