16.07.2016, 08:00 Uhr

Seit 20 Jahren gibt er den Ton an

Markus Lakounigg (Foto: Franziska David)
VÖLKERMARKT. Die WOCHE feiert heuer ihren 20. Geburtstag, deshalb dreht sich das ganze Jahr über vieles um die Zahl 20. Diese spielt auch im Leben von Markus Lakounigg eine Rolle, feierte er heuer doch sein 20-Jahr-Jubiläum als Kapellmeister der Lindenhofer Bauernkapelle. Genau genommen ist Lakounigg schon 21 Jahre Kapellmeister, doch zum feiern war im Vorjahr keine Zeit. Heuer wurde er im Rahmen eines Konzertes geehrt.

20 Jahre als "Überbrückung"

Zur Rolle als musikalischer Leiter der Lindenhofer Bauernkapelle kam der Völkermarkter wie die Jungfrau zum Kind. Als sein Vorgänger Seppi Schwarz den Posten des Kapellmeisters zurücklegte, baten Obmann Wilfried Maierhofer und Daniela Ladinig Lakounigg, das Amt interimsmäßig zu übernehmen, bis ein Nachfolger gefunden wäre. „Dieser Nachfolger kam jedoch nie“, schmunzelt Lakounigg.

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Der 40-Jährige spielt seit seinem siebenten Lebensjahr Trompete und begann mit neun Jahren bei der Völkermarkter Stadtkapelle zu spielen. Später nahm er am Konservatorium in Klagenfurt und Graz Trompetenunterricht.
Neben der Lindenhofer Bauernkapelle ist er auch Trompeter bei der „Ebersteiner Kirchtagsmusi’“ und Obmann der Völkermarkter Faschingsgilde. Hauptberuflich ist Lakounigg Amtsleiter in der Gemeinde Eberstein und in Völkermarkt ist er als SPÖ-Stadtrat politisch tätig.

Immer weniger Auftritte

Mit seinen Lindenhofern probt der Völkermarkter jeden Freitag. „Das gemeinsame Musizieren und Proben macht einfach Spaß“, sagt Lakounigg.
Doch sieht er die Entwicklungen in der Blasmusik auch kritisch: „Die Blasmusik befindet sich leider am absteigenden Ast.“ Hatte die Bauernkapelle vor cirka 15 Jahren noch 30 bis 40 Auftritte im Jahr, sind es heuer nicht einmal mehr zehn. „Die klassischen Kirchtage mit Blasmusik-Frühschoppen wie früher in St. Lorenzen oder St. Bartholomä gibt es leider nicht mehr“, nennt Lakounigg einen der Hauptgründe.

Auf weitere 20 Jahre

Wie fast jeder Verein, kämpft auch die Blasmusik mit Nachwuchssorgen. „Die Kunst ist es, die Jugend zu halten. Das Interesse der Jugendlichen ist oft nur kurzfristig, es fehlt an Konsequenz“, so Lakounigg.
Dennoch überwiegt für ihn das Positive bei Weitem: „Wenn ich gesund bleibe, steht den nächsten zwanzig Jahren als Kapellmeister nichts im Wege.“

ZUR PERSON:


Name: Markus Lakounigg
Alter: 40
Wohnort: Völkermarkt
Familie: verheiratet
Hobby: sein Dobermann
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