27.04.2016, 07:00 Uhr

Zwei Künstler in einer Ausstellung

Museumsleiter A. Ottwitz zwischen Werken von Karl Schmidt-Rottluff (geb. 1884, gest. 1976) und Werner Berg (rechtes Bild)

Das Werner Berg Museum in Bleiburg startet am Samstag in die neue Saison.

BLEIBURG. An allen Ecken und Enden wird derzeit im Werner Berg Museum in Bleiburg gearbeitet. Die Eröffnung der heurigen Ausstellungssaison steht unmittelbar bevor. Von Mai bis Oktober 2016 zeigt das Museum heuer die Ausstellung „Karl Schmidt-Rottluff – Reiner Ausdruck“ im Dialog mit Werken Werner Bergs.

Zwei Jahre Vorbereitung

Das Zustandekommen dieses sensationellen Ausstellungsprojektes wurde durch die Zusammenarbeit mit dem Brücke-Museum Berlin und der Karl und Emy Schmidt-Rottluff Stiftung ermöglicht. "Ich traue mich zu sagen, dass diese Ausstellung zu den herausragendsten in ganz Österreich im Jahr 2016 zählt", ist Arthur Ottowitz, Leiter des Werner Berg Museums, sichtlich stolz. Rund zwei Jahre dauerte – vom ersten Gespräch bis zum Aufhängen der Bilder in Bleiburg – die Vorbereitung dieser besonderen Ausstellung.


82 Werke in Bleiburg

Karl Schmidt-Rottluff ist einer der bedeutendsten Protagonisten des deutschen Expressionismus. Mit 82 Werken zeigt das Brücke-Museum erstmalig eine große Ausstellung von Karl Schmidt-Rottluff in Bleiburg.
"In jedem Ausstellungsraum gibt es eine Gegenüberstellung von Schmidt-Rottluff und Werner Berg. Zudem werden einige Werner Berg-Bilder aus Privatbesitz zu sehen sein, die noch nie ausgestellt wurden", verrät Ottowitz.


110 Jahre alte Bilder

Kurator und Werner Berg-Enkel Harald Scheicher zeigt die Werke in chronologischer Abfolge. "Die ältesten Schmidt-Rottluff-Bilder stammen aus den Jahren 1905/06", ergänzt Ottowitz, "Werner Berg kannte Schmidt-Rottluff und die Besucher werden sehen, dass es erstaunliche Parallelen zwischen den beiden Künstlern gibt."
Die Vernissage findet am Samstag, dem 30. April, um 19 Uhr statt. Hauptreferentin ist Magdalena M. Moeller, Direktorin des Brücke-Museums (nähere Informationen siehe "Zur Sache").

Besucherzahlen toppen

Im Vorjahr besuchten rund 8.000 Interessierte das Werner Berg Museum. "Ich bin mir sicher, diese Zahl mit der heurigen Ausstellung noch überbieten zu können", so Ottowitz. Er betont, dass ohne die Unterstützung von Gemeinde, Land, Bund und EU sowie der Raiffeisen Bank und dem Unternehmen "Novomatic" Ausstellungen dieser Größenordnung nicht möglich wären: "Es freut mich sehr, dass große Unternehmen unser Werner Berg Museum als würdigen Werbeträger sehen."

ZUR SACHE:


Vernissage:
Wann: Samstag, 30. April
Beginn: 19 Uhr
Referenten: Harald Scheicher und Magdalena M. Moeller (Direktorin des Brücke-Museums Berlin)

Zur Ausstellung erscheint ein reich bebilderter Katalog im Hirmer Verlag, München.

Öffnungszeiten:
Karl Schmidt-Rottluff im Werner Berg Museum
1. Mai – 30. Oktober 2016
Di-So: 10-18 Uhr
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.