17.05.2016, 19:07 Uhr

MIT VIDEO: Die Massaker von Bleiburg 1945-2016: die halbe kroatische Regierung in Schattenberg - mit Kärntner Teilnahme

Idriz ef. Bešić, Dr. Zlatko Hasanbegović, Dr. Mag. Florian Rulitz (Foto: F.T.Rulitz)

Massaker von Bleiburg/Pliberk

Größte Völkerverbindende und katholische Veranstaltung Österreichs – Gedenken an die Opfer kommunistischer Partisanengewalt

Zum Gedenken an das Massaker von Bleiburg/Pliberk in Loibach/Libuče kamen am vergangenen Samstag rund 16.000 Besucher aus Kroatien, Bosnien Herzegowina, Österreich, Slowenien, Deutschland und anderen Staaten Europas zusammen mit der halben kroatischen Regierung nach Schattenberg/Senčni kraj. Namenhafte Vertreter aus Kirche, Politik, Kultur wurden begrüßt.
Einsatzleiter der 71. Auflage der Veranstaltung war Bezirkshauptmann Mag. Gert Andre Klösch.

DR. FLORIAN RULITZ als Gast seines historischen Kollegen, dem KULTRUMINISTER der Republik KROATIEN, DR. ZLATKO HASANBEGOVIC


Neben Vize-Premierminister Tomislav Karamarko und dem Parlamentspräsiden Dr. Željko Reiner nahmen insgesamt sieben kroatische Minister, sowie rund 20 kroatische Parlamentsabgeordnete teil, außerdem die kroatische Vertreterin im bosnisch-herzegowinischen Parlament, sowie eine Gesandte der Präsidentin Kroatiens, die Präsidentengarde und Traditionsverbände. Aufgerufen hatten die katholische Kirche Kroatiens, und die Regierung, unter deren Ehrenschutz die Veranstaltung stattfand. Der kroatische Premier Tihomir Orešković nahm bereits am Freitag bei einer Kranzniederlegung teil. Ein Gebet für die muslimischen Opfer der Gewalt sprach Idriz ef. Bešić, Imam in Gunji, für die serbischen Opfer der griechisch-katholische Pfarrer. Hunderte Teilnehmer kamen dieses Jahr auch aus Slowenien, um ihrer getöteten Landsleute zu gedenken. Für diese hielt Pfarrer Janez Turinek eine Messe. Außerdem erschien Franjo Komarica, Bischof von Banja Luka und Präsident der Bischofskonferenz von Bosnien und Herzegowina. Alle Vertreter gedachten der Opfer politischer Gewalt durch totalitäre Regime und insbesondere der zig-tausenden Opfer des Titoismus in Jugoslawien.
Es nahmen offiziell auch etliche Kärntner an der Erinnerungsveranstaltung teil. Der Kärntner Historiker Dr. Florian Rulitz folgte der Einladung der kroatischen Regierung sowie der katholischen Kirche Kroatiens und des akademischen katholischen Instituts in Zagreb, auf welchem er in der Woche zuvor im Rahmen eines Symposions sein Buch präsentierte: „The Tragedy of Bleiburg and Viktring“ (US-Universitätsverlag “Northern Illinois” 2016). Dr. Florian Rulitz: „Unter den ‚Massakern von Bleiburg‘ versteht man eine Reihe von ‚Massensäuberungen‘ der Tito-kommunistischen Partisanen nach Ende des zweiten Weltkrieges an verschiedensten politischen Gegnern, welche im Raum Bleiburg ihren Ausgang nahmen und sich über das gesamte Ex-Jugoslawien erstrecken. Die Massaker von Bleiburg im Mai 1945 sind das größte Verbrechen am kroatischen Volk in der Geschichte Kroatiens. Laut britischen Quellen sollen sich an die 200.000 Soldaten und 500.000 Zivilisten auf der Flucht nach Kärnten befunden haben. Selbst kommunistische Partisanenquellen geben an, dass im Raum Bleiburg 150.000 „einheimische Verräter“ entwaffnet oder vernichtet wurden.
Der kroatische Kulturminister und Historiker Hasanbegović (kroatischer Muslime) bedankte sich bei seinem Kärntner Kollegen Dr. Rulitz für eine neueste Buchveröffentlichung, sowie für die Quellenrecherchen und dafür, dass er “sehr viel Licht in die Dunkelheit gebracht” und bis dato verdeckte Quellen zu Tage befördert hat. Der Minister betonte, dass dieses Opfergedenken die größte katholische und völkerverbindende Veranstaltung Österreichs sei (F.T.Rulitz).
Historische Hintergründe zur Tragödie von Bleiburg, veröffentlicht im US-Universitätsverlag Northern Illinois: Florian Thomas Rulitz: “The Tragedy of Bleiburg and Viktring“, 1945. NIU Press, DeKalb, Ill. 2015, ISBN 978-087580-722-5. http://www.niu.edu/NIUPRess/scripts/book/bookResul...
http://www.meinbezirk.at/voelkermarkt/politik/dr-r...
https://inavukic.com/2016/05/15/bleiburg-commemora...

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