10.04.2016, 16:25 Uhr

Nahversorgung ist Familiensache

Gerlinde Glawischnig (vorne mitte) mit Mitarbeiterin Claudia Kueschnig, ihren Eltern Franz und Marianne Schuler und Bgm. Visotschnig

Gemeinde Neuhaus suchte als erste Gemeinde im Bezirk um neue Nahversorger-Förderung an.

NEUHAUS. Das Wirtschaftsreferat des Landes Kärnten mit Landesrat Christian Benger hat eine neue Nahversorger-Förderung auf die Beine gestellt (Details finden Sie hier).
Das Land verdoppelt den Gemeindebetrag für Betriebsmittel und Personalkosten, auch jene für Teilzeitkräfte. Voraussetzung ist, dass eben auch die Gemeinde den Nahversorger unterstützt. Das tut im Bezirk Völkermarkt zum Beispiel die Gemeinde Neuhaus, die als erste Gemeinde im Bezirk um die Förderung angesucht hat.

Zusätzliches Service

Direkt im Ort führt Gerlinde Glawischnig seit 2004 das Nahversorger-Geschäft, das sie von ihren Eltern übernommen hat. "Das Geschäft selbst gibt es seit 200 Jahren", ergänzt die Unternehmerin. Glawischnig hat eine Teilzeit-Mitarbeiterin, ihre Eltern und Kinder helfen mit, wenn es viel zu tun gibt: "Neben dem Geschäft bieten wir auch ein Catering- und Party-Service an, haben eine Bauernecke und eine Putzerei-Annahmestelle im Geschäft und sind außerdem Post-Partner."

Gratis Hauszustellung

Service und Zusatz-Angebote werden bei Glawischnig groß geschrieben: "Wir befinden uns im Umbruch. Die alten Kunden sterben langsam weg, es kommen aber keine jungen nach, da diese meist zur Arbeit pendeln und dann dort einkaufen." Um der älteren Kundschaft gerecht zu werden, bietet Glawischnig auch eine gratis Haus-Zustellung an.


"Erhaltenswerte Nahversorger"

Bürgermeister Gerhard Visotschnig ist selbst Stammkunde und sagt zur Förderung: "Nahversorung ist erhaltenswert und wenn man den Gemeindebetrag verdoppeln kann, muss man davon Gebrauch machen." Er holt außerdem für Jubiläen und Feiern Geschenkkörbe und Gutscheine vom Nahversorger: "Die Erhaltung der Infrastruktur wie Nahversorger und Gastronomie waren und sind ein wichtiger Punkt in Neuhaus."

Investitionen in die Zukunft

Um für die Zukunft fit zu sein, möchte Glawischnig in eine Genussecke zum Beispiel mit Mehlspeisen und Leberknödel investieren: "Die Kunden haben hausgemachte Waren gerne und mein Mann hat eine Landwirtschaft. Das passt sehr gut zusammen." Zu Weihnachten schnürt die Unternehmerin außerdem Kundengeschenke für Firmen. Die Arbeitsstunden, die bei all den Tätigkeiten zusammenkommen, hat sie aber noch nie gezählt: "Es ist ein Familienbetrieb, anders wäre die Erhaltung des Geschäftes nicht möglich."


ZUR PERSON: Gerline Glawischnig


Name: Gerlinde Glawischnig
Wohnort: Neuhaus
Familie: verheiratet, zwei Kinder
Glawischnig hat das Adeg-Geschäft 2004 übernommen. Im Juli 2015 wurde sie von Frau in der Wirtschaft zur "Unternehmerin des Monats" gekürt.
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