06.07.2016, 16:01 Uhr

Das große Andy Borg-Interview - er kommt nach Köflach-Piber

Das Schneiderwirt Trio bringt Andy Borg am 9. September in die Lipizzanerheimat. (Foto: Cescutti)

Am 9. September tritt Andy Borg als Stargast bei den Schneiderwirt Trio-Festtagen in Piber auf.

Der Name Andy Borg steht wie Karl Moik für den Musikantenstadl. Hat Sie das Aus als Stadl-Moderator getroffen?
Andy Borg: Ich habe auch während meiner Stadl-Zeit nie aufgehört, ein Schlagersänger zu sein. Ich bin bei Florian Silbereisen, Carmen Nebel und anderen Shows aufgetreten und war eben 360 Tage lang Schlagersänger und ein paar Abende zudem Stadl-Moderator. Aber die Menschen vermissen den Stadl wirklich, es gibt bei meinen Konzerten nach wie vor Zwischenrufe und in den Sozialen Medien war sowieso der Teufel los. „Andy, wir vermissen dich“, solche e-mails und Facebook-Nachrichten kamen laufend. Der Stadl war eine Eurovisions-Sendung und hat mir einen enormen Bekanntheitsgrad beschert. Die Stadlzeit werde ich immer in bester Erinnerung bewahren. Und ich sage auch: Alles hat seine Zeit.

Und was hat jetzt seine Zeit?
Ich arbeite an einem neuen Album, aber da steht mir meine Wiener Gemütlichkeit im Weg. Zum Glück habe ich eine Plattenfirma, die mir auch die Zeit dazu gibt, da spüre ich keinen Druck. Und natürlich freue mich auf den Auftritt in Piber am 9. September. Wenn ich das Programm so sehe, mit Saso Avsenik, den jungen Lavanttalern und den jungen Paldauern, das ist ja ein Aufgebot wie ein Stadl.

Ist Ihnen Piber ein Begriff? Werden Sie sich die Lipizzaner anschauen?

Ich bin jetzt seit 34 Jahren Schlagersänger und ich glaube, ich bin schon in jedem deutschsprachigen Ort gewesen, der mehr als 500 Einwohner hat. Natürlich kenne ich die Weststeiermark. Und wenn sie mich auf die Lipizzaner ansprechen. Ich habe vor allen Tieren gehörigen Respekt, die größer sind als ich, mit Pferden habe ich daher in Wahrheit nicht viel am Hut. Wenn es die Zeit erlaubt, besuche ich das Gestüt, aber mein Terminplan ist sehr dicht.

Was heißt sehr dicht?
Ohne zu übertreiben, bin ich an jedem Wochenende als Schlagersänger im Einsatz. Und ist an einem Wochenende mal kein Termin, sind es am nächsten sicher zwei. Erfreulicherweise werde ich nicht nur im deutschen Sprachraum eingeladen, sondern war auch schon in Holland, im Elsass und sogar in Breslau. Außerdem habe ich immer wieder Auftritte in den USA und Kanada, wo Vereine große Veranstaltungen organisieren. Auch auf Kreuzfahrten habe ich schon gesungen. Schon in wenigen Wochen geht es sogar nach St. Petersburg

Wie groß ist der Tross des Andy Borg?
Riesig. Meine Frau, mein Techniker und ich. Unser Tross hat in einem Auto Platz. Meine Frau ist sowieso ein Tausendsassa. Sie ist Kostümbildnerin, Maskenbildnerin und Managerin in einem, sie hat auch meinen Terminplan im Kopf. Aber natürlich gibt es auch Auftritte, wo ich mit Orchestern oder großen Bands spiele. In Piber sind wir aber zu dritt. Nein eigentlich zu fünft, denn erfreulicherweise kommen da meine Eltern aus Wien angereist, weil Piber ja nicht so weit weg ist. Darüber freue ich mich sehr. Meine Eltern sind beide 77 Jahre alt und noch sehr gut beisammen.

Wie halten Sie sich so lange im Showgeschäft?

Ich hatte das Glück - und sicher auch das Können - im Laufe meiner Karriere immer wieder große Hits zu landen. Die meisten meiner Kollegen haben einen oder zwei, ich hatte mehrere Jahrzehnte Ohrwürmer, welche die Menschen begeisterten. Darauf bin ich mit meinen 55 Jahren schon sehr stolz.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.