Kunst zum Thema Bergbau

Beim Eisensymposium in Voitsberg wurden von sechs Bildhauern aus Altmetall aus dem Bergbau Skulpturen geschaffen.
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  • hochgeladen von Thomas Maurer

Am Samstag ging das Art Mining-Kunstprojekt, ein Symposium zum Thema Bergbau und Eisen in Voitsberg, zu Ende. Am Freitag-Vormittag wurden die von den sechs Künstlern Elisabeth Ledersberger-Lehoczky, Atanas Kolev, Rolf Laven, Peter H. Wiener, Franz Wieser und Stefanie Krome in den vorangegangenen Tagen geschaffenen Skulpturen am Michaeliplatz in Voitsberg aufgestellt.
Schon im Frühjahr hatten sich die Künstler im Zangtal getroffen und dort das Material - Metallteile aus dem Bergbau - besichtigt, aus denen inzwischen die Skulpturen entstanden sind. Der kulturelle Startschuss für das Symposium kam von Professor Ernst Lasnik. Die Gespräche und Führungen rund um das Thema Bergbau in der Lipizzanerheimat ließen vor allem bei Atanas Kolev Gefühle hochkommen. Der gebürtige Bulgare arbeitete im Alter von 19 bis 24 selbst im Bergbau. "Durch Lasnik bin ich auf die Idee für meine Arbeit gekommen", verrät er, während etwa Franz Wieser seine Ideen schon vorher im Kopf hatte.
"Das Besondere an diesem Symposium ist, dass man sich das Material selbst erarbeiten muss, dass man mit alten Sachen arbeitet, die eine Geschichte haben", streicht Stefanie Krome heraus, die im italienischen Carrara lebt und ansonsten eher mit Stein arbeitet.

Gruppendynamik

"Jede Skulptur hat einen Bezug zum Bergbau" erzählt Elisabeth Ledersberger-Lehoczky, die künstlerische Leiterin des Projektes. Sie war auch für die Zusammenstellung der Künstler-Gruppe zuständig: "Sie müssen gut sein, sie müssen Vollprofis sein und sie müssen Erfahrung mit dem Material haben", zählt sie die Grundvoraussetzungen auf. Mit einer zeitlichen Begrenzung arbeiten zu können war ein weiterer Faktor. Und der dritte, wesentliche Punkt war die Bereitschaft, auf die örtlichen Gegebenheiten, die Menschen vor Ort und auch aufeinander einzugehen. "Das hat hier sehr gut funktioniert. Dass sich Künstler über die Werke der anderen freuen ist selten", so Ledersberger-Lehoczky.
Hervorheben möchte die künstlerische Leiterin auch die hervorragenden Voraussetzungen: "Die Gemeinde hat die Möglichkeiten gestellt und wir haben im Bauhof Voitsberg einen idealen Platz gefunden. Technisch war alles vorhanden und die Belegschaft hat uns nicht als "Eindringlinge" gesehen, sondern uns unterstützt."

Interdisziplinär

Neben den Bildhauern waren auch die zwei Performance-Künstlerinnen Marlene Gollner und Sonja Rosbergen Teil der interdisziplinären Künstler-Gruppe. Mit einer Tanz-Performance zum Thema Berg, Erde und Tiefe wurden den Zuschauern bei der Präsentation der Werke am Samstag die Skulpturen auf emotionaler Ebene näher gebracht. Unterstützt wurde die Präsentation durch eine Klangwolke des Musikers "Gammon", der im Zangtal den Klang des Metalls aufgenommen und ein Musikstück daraus gemacht hatte.

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