07.07.2016, 14:13 Uhr

Gestatten, Methusalix!

Ein rüstiger alter Herr. Neapolitano Nima I. hat 120 Menschenjahre auf dem Buckel. (Foto: Span. Hofreitschule)

Neapolitano Nima I ist der älteste registrierte Lipizzaner der Welt und lebt im Gestüt Piber.

Am 11. April 1979 erblickte Neapolitano Nima I. im Bundesgestüt Piber das Licht der Welt. Damals hätte noch niemand gedacht, dass er 37 Jahre später der derzeit älteste registrierte Lipizzaner der Welt werden sollte. Ausgebildet vom Bereiter Harrer war er 24 Jahre ständiges Mitglied der Spanischen Hofreitschule und bestritt von 1998 bis 2005 im Rahmen der Welttourneen unzählige Auslandsauftritte. Bei diesen Veranstaltungen waren die Levade unter dem Sattel und an der Hand seine Spezialgebiete. Vor zehn Jahren kehrte er als Pensionist in seinen Geburtsort Piber zurück, wo er jetzt ein Leben wie im Paradies führt.

120 Menschenjahre

Betreuer Herbert Friessnegg freut sich über den robusten Zustand seines Schützlings, der, in Menschenjahren gezählt, 120 Jährchen alt wäre. Der bisher älteste Lipizzaner in Piber wurde 34 Jahre alt, diesen Rekord hat „Nima“ längst gebrochen. „Seine Zähne sind nicht mehr die besten, daher bekommt er oft Heucobs, also gepresstes Heu mit 65 Kräutern drinnen, die zum richtigen Zeitpunkt geerntet wurden“, erzählt Obergestütsmeister Harald Neukam. Oft bekommt er auch gequetschten Hafer, als „Leckerlis“ warten Apfelstücke und Würfelzucker. Bei Wetterumschwüngen oder Nieselregen werden ihm Kreislauftropfen eingeflößt, aber man sieht ihm sein Alter nicht an.

Nie wirklich krank

„Seine Vorfahren waren ebenso robuste, langlebige Lipizzaner“, weiß Neukam. „Nima war nie wirklich krank, kein Husten, keine Kolik, er zeichnete sich durch extreme Härte aus.“ Da er als Beleghengst zum Einsatz kam und sein Sohn Neapolitano Madera auch schon deckte, ist er bereits x-facher Großvater, insgesamt zeugte er selbst 10 Nachkommen.
Wer „Nima“ sehen will, kann das bei Führungen tun, denn er steht im Stall, wo die Deck- und Pensionshengste untergebracht sind. Aber Piber kann noch viel mehr: Schauschmiede, Zusehen bei Trainings, Kutschenmuseum, und auf der Stubalm kann man die „Jungen Wilden“ geführt besuchen.
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Monika Pröll aus Rohrbach | 13.07.2016 | 21:16   Melden
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