08.09.2016, 09:59 Uhr

Kindergarten Mooskirchen bleibt komplett in der Hand der Gemeinde

Das Mooskirchner Kindergartenteam bleibt in "Gemeinde-Hand". (Foto: KK)

30 Jahre Kindergarten Mooskirchen - Ein Danke vom Kindergartenteam an die Gemeinde.

Seit 1. September ist es fix: Die komplette Betriebsführung des Kindergartens Mooskirchen und das gesamte Team bleiben dankenswerterweise in "Gemeinde-Hand". WIe kam es dazu: Der Kindergarten feiert heuer das 30-jährige Bestehen. Im Betriebsjahr 2010/11 wurde eine dritte Gruppe eröffnet, anfangs mit wenigen Kindern. Daher entschied die Gemeindevertretung, zusätzlich erforderliches Personal über WIKI Steiermark zu beschäftigen, weil noch nicht klar war, ob die 3. Gruppe bestehen bleibt. In der Zwischenzeit entwickelte sich alles anders und in jeder Hinsicht sehr positiv. Die insgesamt genehmigte Betreuungszahl ist erreicht. Mehr noch, der Kindergarten Mooskirchen ist "bis auf den letzten Platz besetzt".

Gespräch mit WIKI

Vor einigen Wochen wurde Kindergartenleiterin Maria Gößler von Bgm. Engelbert Huber zu einem Gespräch mit den WIKI-Verantwortlichen geladen. "Dankenswerterweise, meine Einladung wäre rein rechtlich nicht nötig gewesen", so Gößler. "Dort wurde die für mich sehr erschreckende Nachricht überbracht. Der OGH hat entschieden, dass eine Betriebsführung des Kindergartens in der von Mooskirchen gewählten Form nicht mehr möglich ist. "Die gesamte Betriebsführung und alle Mitarbeiterinnen müssen in Zukunft entweder über WIKI oder eigenständig durch die Gemeinde erfolgen."
Für den Kindergarten hätte es bedeutet, dass die Gemeinde nur mehr das Gebäude zur Verfügung stellt. Jede weitere Zusammenarbeit hätte über WIKI stattgefunden. "Für mich, 29 Jahre im Kindergarten und somit bei der Gemeinde beschäftigt, und meine Kolleginnen war das ein Schock. Zumal die Zusammenarbeit bis jetzt mit der Gemeinde außergewöhnlich gut war, es kleinerlei Probleme gab und wir in all den Jahren nichts verschuldet haben", sagt Gößler.

Keine rechtlichen Nachteile

Nun sollte die Gemeinde von heute auf morgen mit dem Kindergarten quasi "nichts mehr zu tun haben". "Unvorstellbar für mich, dass der Kindergarten nun aus dem Gemeindeleben nach so vielen Jahren gleichsam ausgegrenzt werden sollte. Sind doch die Kinder die Zukunft einer Gemeinde und unser Team war immer bemüht, den Kindergarten in das Gemeindeleben einzubringen." Für Gößler und ihre Kolleginnen hätte es laut Wiki-Verantwortlichen keinerlei rechtlichen Nachteile gegeben. "Außer dem emotional sehr schmerzenden Gefühl, nach 29 Jahren Dienst bei der Gemeinde nun an WIKI verliehen zu werden. So quasi als Leharbeiterin tätig zu sein - wahrlich kein schönes Gefühl."
Dank des besonderen Einsatzes, Verständnisses und der korrekten Vorgangsweise von Bgm. Engelbert Huber, der Unterstützung durch die Mitglieder von Gemeindevorstand und Gemeinderat bleibt nun alles rund um den Kindergarten in "Gemeinde-Hand". "Ich sage in meinem und im Namen des gesamten Kindergartenteams ein ganz herzliches Danke an Bgm. Huber und alle Verantwortlichen, die einstimmig festgelegt haben, dass die Betriebsführung und nun alle Mitarbeiterinnen in Gemeinde-Hand bleiben.", so Gößler. "Unsere Freude darüber ist sehr groß. Wir werden uns weiterhin sehr darum bemühen, würdige Gemeindebedienstete zu sein und wie bisher unsere Tätigkeiten sehr gewissenhaft, zum Wohle aller uns anvertrauten Kinder auszuführen."
"Es waren für uns sehr unruhige Wochen. Wir sind froh und dankbar, dass die Entscheidung so ausgefallen ist. Vor allem darüber, dass wir uns am 1. September nicht vor vollendete Tatsachen gestellt sahen und wir - ohne darüber vorher informiert zu sein - an einen anderen Dienstgeber verliehen wurden. Rein rechtlich, aber keineswegs menschlich verständlich, wäre das natürlich möglich gewesen. Wie mir von Kolleginnen bekannt ist, denen es leider so ergangen ist. Unvorstellbar eigentlich, dass Derartiges überhaupt möglich ist. Gott sei Dank aber nicht in Mooskirchen unter Führung von Bgm. Engelbert Huber. Ein herzlicher Dank auch an unsere Fachberaterin Irmgard Kober-Murg für die wertvollen unterstützenden Gespräche."
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