22.03.2016, 16:40 Uhr

Lipizzanerzucht als immaterielles UNESCO-Kulturerbe

Elisabeth Gürtler und LH Hermann Schützenhöfer freuen sich über die Aufnahme ins immaterielle Kulturerbe. (Foto: Cescutti)

Die österreichische UNESCO-Kommission befürwortete den Antrag des Bundesgestüts Piber.

Im Dezember 2015 wurde die klassische Reitkunst der Spanischen Hofreitschule als internationales UNESCO-Kulturerbe ausgezeichnet, im März 2016 folgte nun die Lipizzanerzucht im Bundesgestüt Piber nach. Die österreichische UNESCO-Kommission gab dem Antrag statt, dass das Wissen um die Lipizzanerzucht nationales immaterielles Kulturerbe ist. Gestütsleiter Max Dobretsberger freut sich riesig über diese Auszeichnung. "Erstens ist dieses immaterielle Kulturerbe eine weitere Absicherung für das Gestüt Piber und zweitens bedeutet die Auszeichnung eine weitere Ankurbelung des Tourismus in unserer Region."
Bgm. Helmut Linhart ist begeistert, dass sein Dringlichkeitsantrag die Initiatlzündung für diese Anerkennung war. "Ich konnte mit Max Dobretsberger und LAbg. Erwin Dirnberger bei LR Christian Buchmann Geld für die Vorstudie loseisen."

Österreichweite Gratulationen

Umweltminister Andrä Rupprechter gratulierte dem Gestüt ebenso wie Kultur-Minister Josef Ostermayer. Beide sind sich einig, dass diese Aufnahme als immaterielles Kulturerbe eine wichtige Würdigung und Anerkennung sei. Gleichzeitig ist dies auch ein Auftrag das Erbe für die künftigen Generationen zu sichern. LH Hermann Schützenhöfer sieht diese UNESCO-Auszeichnung als Anerkennung der hervorragenden Leistungen, welche die Mitarbeiter mit der Zucht der vierbeinigen Kulturbotschafter leisten. Die Lipizzaner sind identitätsstiftend und das Gestüt Piber ist auch für die Steiermark von großer Bedeutung, denn es trägt als beliebtes Ausflugsziel maßgeblich zum Erfolg der Steiermark als "grünes Herz Österreichs" bei. Für Generaldirektorin Elisabeth Gürtler sind das großartige Neuigkeiten und eine wunderbare Anerkennung des Know-Hows des großartigen Teams im Gestüt Piber.

Der nächste Schritt

Für Dobretsberger ist die nationale Anerkennung erst der erste Schritt, wenngleich auch ein ganz wichtiger. "Es ist die Basis für die internationale UNESCO-Anerkennung. Dazu ist es notwendig, dass die LIpizzaner-Gestüte in anderen Ländern ebenso einen nationalen Antrag auf immaterielles Kulturerbe stellen." Lipica in Slowenien bekam bereits grünes Licht, das slowakische Gestüt hat seinen Antrag ebenfalls schon eingebracht, die Ungarn sind in Vorbereitung. "Wenn mindestens drei Gestüte national von der UNESCO anerkannt sind, werden wir gemeinsam einen internationalen Antrag stellen", so Dobretsberger. "Denn ein länderübergreifender Antrag hat gute Chancen, positiv beurteilt zu werden."
Neben der Muttertagsgala und der Herbstparade finden heuer im August die Weltmeisterschaft der Einspänner und im Oktober das WOCHE-Familienfest am Gelände des Bundesgestüts Piber statt.
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