16.08.2016, 11:07 Uhr

Unwetter in der Lipizzanerheimat - 150 Mann im Einsatz

Als ob es geschneit hätte. In Köflach werden die Schäden gerade erhoben. (Foto: FF Köflach)

Murenabgang in Salla, unpassierbare Straßen und Hagelschäden in mehreren Gemeinden.

Sekundenschnell war es da, das Hagelunwetter am Nachmittag des Maria Himmelfahrtstags. Kainach und Teigitsch füllten sich sehr schnell, in Köflach schossen die Wassermassen durch die Straßen. In Salla ging eine Mure ab, die Straße konnte von der FF Salla vom Geröll zum Glück schnell befreit werden. Die Oberdorferstraße war kurzzeitig gesperrt. Mehrere Bäume stürzten um oder wurden entwurzelt, einige Dächer sind beschädigt. Insgesamt waren 150 Feuerwehrleute im Einsatz. Bereichskommandant Engelbert Huber spricht von 620 freiwilligen Einsatzstunden und 102 Einsatztätigkeiten, 13 Wehren wurden alarmiert, davon waren die FF Salla, Maria Lankowitz, Köflach, Piber, Rosental, Bärnbach und Voitsberg massiv belastet.

Elf neuralgische Punkte

Der Köflacher Bgm. Helmut LInhart spricht von elf neuralgischen Punkten, die bei Starkregen immer wieder problematisch sind. "Wir werden jetzt Punkt für Punkt abarbeiten", so Linhart. Einer dieser Punkte ist die Weggersiedlung, wo die dichtere Bebauung für eine neue Situation sorgt. "Zum Glück haben wir einen Vertrag mit der Hagelabwehr, sonst wären die Schäden viel größer gewesen." Der Reinhalteverband und die Firma Buchhaus sind dabei, alle Kanäle auszuspülen.
In Voitsberg wurden laut Bgm. Ernst Meixner ein paar Keller überschwemmt, das Werksgelände der Firma Bauer wurde teilweise überflutet. "Die Arbeiten am Hochwasserschutz der Kainach haben sich schon positiv ausgewirkt", sagt Meixner. "Hätten wir den Mittelpfeiler der Bahnhofsbrücke noch, wäre es sicher schlimmer gewesen. Das Gefährliche am Hochwasser sind die Verklausungen." Meixner dankt den Feuerwehrleuten für ihren Einsatz. "Ohne Feuerwehren hätten wir ganz große Probleme." Auch Huber sieht die Kleinstrukturiertheit als großen Vorteil. "So haben wir immer Kräfte zur Verfügung." Die Mitarbeiter der Bauhöfe sind im Dauereinsatz, Schotter und abgeschlagene Äste werden derzeit von den Straßen entfernt.
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