21.07.2016, 17:02 Uhr

Zu wenig zum Überleben trotz Ganztagsjob

LABg. Claudia Klimt-Weithaler und ihr KPÖ-Team fordern menschenwürdigere Bedingungen für die Bevölkerung.

Arbeit und Wirtschaft sind die aktuellen Schwerpunkte, die von KPÖ-LABg. Claudia Klimt-Weithaler und ihrem Team präsentiert wurden.

60.000 Arbeitslose und Menschen, die trotz Ganztagsarbeit noch Mindestsicherung erhalten, sind für die KPÖ ein Alarmzeichen, dass in unserer Wirtschaftswelt einiges schief läuft. Aus diesem Anlass stellten LAbg. Claudia Klimt-Weithaler, Gemeinderätin Hilde Tragler und Bezirkssprecher Klaus Pibernig ihr Programm vor, das Armut verhindern und neue Arbeitsplätze schaffen soll.
Ein großes Problem sieht die Abgeordnete in der steigenden Zahl der Langzeitarbeitslosen und Frauen, die durch Teilzeitarbeit ihre finanzielle Unabhängigkeit verlieren. Mit betroffen von der drohenden Armut sind vor allem Kinder und Jugendliche, denen auch Perspektiven für die Zukunft fehlen.
Ihre Vorschläge sind deshalb ein Mindestlohn und eine Mindestsicherung, welche die Existenz absichern sollen.
Um die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen, soll die Arbeitszeit verkürzt werden. So könnten neue Arbeitsplätze geschaffen werden und Überstunden wären dann nicht mehr notwendig. Von der Politik wünscht sie sich Rahmenbedingungen für gut bezahlte Arbeitsplätze, denn "Leiharbeit ist moderne Sklaverei".
Durch Schließung von Postämtern, Polizeistationen, Schulen und Krankenhausstationen wandern immer mehr Menschen in die Ballungszentren ab, wo Mieten ins unermessliche steigen.
"Wir brauchen eine neue Wirtschafts- und Finanzpolitik, bei der die Menschen und nicht Profite im Mittelpunkt stehen", erläutert Klimt-Weithaler.
Ein wichtiger Faktor wäre ein Arbeits- und Investitionsprogramm der Öffentlichen Hand sowie Wohnbau- und Infrastrukturmaßnahmen.
Die Beschaffung der dafür notwenigen finanziellen Mittel sieht sie in der Einführung einer Wertschöpfungsabgabe oder der ursprünglich geforderten Maschinensteuer. "Wo früher in der Produktion 30 Menschen gearbeitet haben, sind heute nur mehr zehn im Einsatz". Durch eine gerechte Steuerpolitik sollen finanzstarke Unternehmen verstärkt herangezogen werden.
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