24.04.2016, 20:26 Uhr

Ergebnis Bundespräsidentenwahl 2016: Der Bezirk Voitsberg mutierte zur "Hofer-Hochburg"

Die Bezirks-FPÖ feierte den Wahlerfolg schon im neuen Büro, das am Samstag feierlich eröffnet wird. (Foto: KK)

47,77 Prozent wählten bei der Bundespräsidentenwahl Norbert Hofer (FPÖ), Irmgard Griss kam auf 18,64%, Rudolf Hundstorfer auf 12,77%, Alexander van der Bellen auf 10,47%, Andreas Khol erreichte 7,7% und Richard Lugner 2,65%.

In dieser Deutlichkeit ist das Ergebnis der Wahl 2016 schon überraschend. Im Bezirk Voitsberg kratzte FPÖ-Kandidat Norbert Hofer sogar an der absoluten Mehrheit und fuhr letztendlich 47,77% der Wählerstimmen ein. Der neue Bezirksobmann und Voitsberger Stadtrat Markus Leinfellner jubelte mit seinem Team. "Das heutige Wahlergebnis zeigt deutlich, dass der Bürger mit einer Vogel-Strauß-Politik der derzeitigen Regierungsverantwortlichen nicht mehr einverstanden ist. SPÖ und ÖVP wurdenb ei dieser Wahl im wahrsten Sinne des Wortes abgewählt. Unser Norbert Hofer mit seiner ehrlichen und aufrichtigen Art überzeugt, auch die STammwähler der einstigen Großparteien haben den Menschen Norbert Hofer gewählt. Warum? Hofer ist ein Politiker, dem die österreichische Bevölkerung tatsächlich am Herzen liegt."
Am Samstag, dem 30. April, wird gleich weitergefeiert, denn da wird mit dem Landesparteivorsitzenden Mario Kunasek und NAbg. Josef Riemer um 14 Uhr das neue Bezirksbüro in der Voitsberger Packerstraße 6 eröffnet. Auf die Besucher warten Spanferkel, Freibier und Musik.

Katastrophal

SPÖ und ÖVP lecken ihre Wunden. "Das Ergebnis zeigt klar, die Bevölkerung will offensichtlich einen Bundespräsidenten abseits der Bundesregierung. Anstatt, wie bisher auf Stabilität und Sicherheit zu setzen, ist der Wunsch nach einem politischen Gleichgewicht bzw. Gegengewicht in der Hofburg größer. Das muss so zur Kenntnis genommen werden", brachte es NAbg. Beppo Muchitsch auf den Punkt. Und LAbg. Karl Petinger meinte: "Ein katastrophales Ergebnis. Das muss die Bundesregierung einfach wachrütteln, weil es tief in die Substanz der Parteien hineingeht. Die allgemeinde Unzufriedenheit kann nur durch tiefgehende Reformen geändert werden, aber es ist eigentlich schon 5 nach 12." Der Voitsberger Bgm. Ernst Meixner kommentierte kurz: "Dieses Ergebnis kam leider nicht unerwartet..."
ÖVP-LAbg. Erwin Dirnberger: "Ein ganz deutlicher Erfolg für Norbert Hofer, der in dieser Dimension nicht so erwartet worden war, und ein ganz dramatisches Ergebnis für uns. Bei dieser Wahl spielten viele Themen eine Rolle, dazu kamen Ängste und die allgemeine Grundstimmung. Dass bei vier bürgerlichen Kandidaten sich Andreas Khol zusätzlich schwert tat, lag auf der hand. Klar ist, dass es nächste Bundesregierung ohne FPÖ-Beteiligung undenkbar ist, eine so starke Kraft muss Verantwortung übernehmen."

Tiefblaue Ergebnisse

In den Gemeinden Geistthal-Södingberg (55,27%), Stallhofen (50,90%) und Kainach (50,18%) wäre Norbert Hofer bereits heute Bundespräsident, sein "schlechtestes" Ergebnis fuhr er in Söding-St. Johann mit 43,84% ein. Irmgrad Griss war in fast allen Gemeinden Zweite, da hinkte Alexander van der Bellen zum Teil deutlich hinterher. Erstaunlich waren die 10,58% von Richarld Lugner in Krottendorf-Gaisfeld, die VP- und die SP-Kandidaten blieben überall hinter den Erwartungen zurück. Einzig in Rosental schaffte Rudolf Hundstorfer mit 20,38% einen Achtungserfolg.

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