12.05.2016, 12:02 Uhr

HSG: Die Stadt Köflach ist jetzt am Zug

HSG-Vize Andreas Albrecher und Obmann Gerhard Langmann bekennen sich weiter zum Spitzensport.

HSG-Obmann Gerhard Langmann und sein "Vize" Andreas Albrecher zur Lage der HSG Raiffeisen Bärnbach/Köflach nach dem Abstieg.

Statt dem HLA-Viertelfinale ist die HSG jetzt in der Bundesliga. Und was jetzt?
Gerhard Langmann: Wir haben ein paar Tage gebraucht, um den Schock zu verdauen. Fakt ist, dass die HSG seit 25 Jahren das sportliche Zugpferd im Bezirk Voitsberg war und der Name HSG für Spitzensport steht. Fakt ist aber auch, dass sich die HSG nicht nur auf Bärnbach beschränken kann, denn wir machen Jugendarbeit für die gesamte Region, von Stallhofen bis Edelschrott. Wir haben zwölf Jugendmannschaften, von denen vier derzeit um den österreichischen Meistertitel mitspielen.
Andreas Albrecher: Seit 1992 leben wir diese Fusion, machen Werbung in ganz Österreich für die Lipizzanerheimat, lukrieren Wertschöpfung und sind auch ein Arbeitgeber. Denn wir haben die Spieler ja ganz ordnungsgemäß angemeldet.

Der angedrohte Schritt in die Landesliga ist also kein Thema.
Langmann: Wir werden alles versuchen, um nun in der Bundesliga Spitzensport zu betreiben. Dazu braucht es aber ein klares Bekenntnis der Stadtgemeinde Köflach, mit deren Vertretern wir am nächsten Mittwoch zusammensitzen. Monatelang wurden wir nun schon vertröstet, jetzt ist Köflach am Zug. Die Köflacher haben, auch aufgrund des Fusionsvertrages, die moralische Verpflichtung, uns zu unterstützen. 95% der bisherigen Gönner und Unterstützer haben sich deklariert, uns weiterhin zu helfen. Nur von der Stadt Köflach fehlt dieses Bekenntnis bis heute.
Albrecher: Von den einheimischen Spielern kamen positive Signale, dass sie auch in der Bundesliga uns die Treue halten. Sie haben auch signalisiert, mit Trainer Gulyas weiterarbeiten zu wollen. Wir brauchen eine Kampfmannschaft im Spitzensport, um unseren Unterbau zu halten und zu begeistern.

Ist eine Namensänderung ein Thema?
Langmann: Ja, absolut. Für uns wäre eine HSG Lipizzanerheimat sogar sehr stimmig, weil wir ja in der gesamten Region wirken. Mit unseren Jugendtrainern, in den verschiedensten Schulen. Nur die Außendarstellung war immer ein Problem. Mit dem Voitsberger Bgm. Ernst Meixner gab es schon ein Gespräch, auch er ist für einen gemeinsamen Auftritt. Aber ohne Köflach geht es nicht. Bgm. Helmut Linhart ist, wie sein Bärnbacher Amtskollege Bernd Osprian, Präsident der HSG und wir wollen Köflach weiterhin im Boot haben.
Albrecher: Wir bewegen sehr viele Menschen im Bezirk. 100 Schlachtenbummler waren in Linz, 250 in Bruck und wir hatten zuletzt einen Zuschauerschnitt von fast 800 Fans. Die HSG bewegt die Weststeirer!
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