31.03.2016, 10:40 Uhr

Sorge um die Bäume im Pötzleinsdorfer Schlosspark

Seit fünf Jahren wird im Schlosspark gezielt geschlägert: Aber nur morsche Bäume fallen hier der Kettensäge zum Opfer

Bereits seit fünf Jahren werden in Pötzleinsdorf morsche und kranke Bäume gefällt und entfernt.

WÄHRING. Gefällte Bäume im Schlosspark haben für Unmut unter den Anrainern gesorgt. Sie befürchten die Abholzung von gesunden Bäumen.

Bereits seit fünf Jahren werden in Pötzleinsdorf morsche und kranke Bäume gefällt und entfernt. Die Wiener Stadtgärten (MA 42) beruhigen auf Anfrage der bz: Nur wenn Gefahr für die Besucher bestehe, werde gefällt. "Biotop-Bäume und stehendes Totholz, das kein Sicherheitsproblem für die Besucher darstellt, wird für die Tiere erhalten", heißt es von Pressesprecherin Gabriele Thon.

Arbeiten helfen Rehen

Parkbesucher bräuchten keine Angst haben, dass die Schlägerungen dem Wald nachhaltig Schaden zufügen könnten – im Gegenteil. "Damit soll im Park einer Rehwildhaltung ohne Zufütterung nähergekommen werden", so Thon. Jetzt gelange mehr Licht auf den Boden, wodurch bei Rehen beliebte Pflanzen wachsen können. Übrigens: Die aufwendigsten Arbeiten sind bereits abgeschlossen. Für die nächsten Jahre sind nur noch Pflegearbeiten an den Bäumen geplant.

Auch in einer weiteren Frage beruhigen die Stadtgärtner: Die Misteln in den Bäumen des Parks spielen eine wichtige Rolle für die Tierwelt. "In einem naturnahen Park wie dem Pötzleinsdorfer Schlosspark sind Misteln trotz ihrer halbschmarotzenden Lebensweise für viele Tiere Nahrung und Versteck zugleich."
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