03.05.2016, 09:34 Uhr

Tüwi-Abriss hat begonnen - Petition dagegen wird noch behandelt

Wie baufällig ist der Türkenwirt wirklich? Sehr, sagen Eigentümerin, Gutachter und Baupolizei - Denkmalschützer zweifeln. (Foto: Kozeschnik)

Das Boku-Gebäude Türkenwirt in der Peter-Jordan-Straße wird durch einen Neubau ersetzt. Eine Petition gegen den Abriss ist noch im Laufen.

WÄHRING/DÖBLING. Das Gründerzeit-Gebäude Türkenwirt muss nun wirklich daran glauben: Nach langen Diskussionen hat der Abriss laut ORF gestern begonnen. Bis zum Juni soll er dauern, danach beginnt der Neubau eines Universitätsgebäudes für die Boku, das auch wieder Platz für den selbstverwalteten Kulturverein Tüwi bieten soll.

Der Grund für den Abriss ist laut Eigentümerin Bundesimmobiliengesellschaft BIG die technische Abbruchreife, das heißt dass das Gebäude nicht mehr saniert werden kann. So ganz wollen das die Denkmalschützer Markus Landerer und Thomas Feiger nicht glauben - sie haben die nötigen 500 Unterschriften gesammelt und sind mit ihrem Anliegen, den Erhalt des Türkenwirts, vor den Petitionsausschuss gezogen. Bei einer ersten Behandlung wurde vereinbart, Stellungnahmen einzuholen und das Thema im Juni erneut zu besprechen - nur gibt es da den Türkenwirt voraussichtlich nicht mehr.

"Der Petitionsausschuss arbeitet sehr langsam", sagt Markus Landerer, "in anderen Ländern geht das viel schneller." Natürlich sei er dafür, dass man den Abriss bis zur Behandlung der Petition hätte aussetzen sollen. Ganz umsonst ist die Petition aber nicht für ihn: Nach wie vor verlangt er die Offenlegung des Gutachtens, dass die Abbruchreife bestätigt. "Diese Geheimniskrämerei muss ein Ende haben."

Hintergrund:

Bericht: Petition soll Türkenwirt retten
Bericht: Tüwi-Petition wird im Juni behandelt
Bericht: Türkenwirt - Nostalgie vor Abriss
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