11.03.2016, 11:05 Uhr

Borkenkäfer: "Zuwarten geht sicher ins Auge!"

Rund 55.000 Festmeter Holz schlägert Demmer mit seinen Mitarbeitern im Jahr.

Stefan Demmer ist Forstwirtschafts-Profi und warnt vor der Käferplage

THUMA. Seit 2006 ist Stefan Demmer aus Thuma mit seinen acht Mitarbeitern täglich im Wald unterwegs. Der 32-Jährige ist Forstarbeiter und Unternehmer. Rund 55.000 Festmeter Holz schlägern er und seine Mitarbeiter mit drei Harvestern und drei Forwardern im Jahr.

Derzeit ist der Forst-Fachmann vor allem mit der Aufarbeitung der Käferschäden beschäftigt. Der Borkenkäfer befällt derzeit massiv die Fichtenbestände und sorgt für Millionenschäden in der Forstwirtschaft. Doch woher kommt die Plage? "Der Eisbruch im vorigen Winter hat große Schäden angerichtet und die Wipfel der Bäume brechen lassen. Dazu kam eine starke Dürre im Sommer und ein relativ milder Winter. All das zusammen ist eine ganz schlechte Kombination für den Wald - vor allem in Fichtenmonokulturen", erklärt Demmer.

Er rät Waldbesitzern, die vom Käfer und von der Dürre geschädigten Bäume rasch aufzuarbeiten. "Aber ganz wichtig ist auch der Abtransport. Vom Käfer befallenes Holz muss sofort aus dem Wald gebracht werden", rät der Experte. Darüber hinaus sei es enorm wichtig die Bestände regelmäßig auf Käferbefall zu kontrollieren. Demmer: "Betroffene Bäume müssen sofort gefällt werden. Nur nicht abwarten. Zuwarten geht sicher ins Auge".

Wird nicht sofort aufgearbeitet droht ein Qualitätsverlust mit nachfolgendem Preisverfall. "Waldbesitzer schneiden sich ins eigene Fleisch und schaden ihrer eigenen Geldbörse", so Demmer.
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