28.09.2016, 11:35 Uhr

„Jeder ist selbst für sein Leben verantwortlich“, sagt Onkologe Kretschmer während der Waldviertel Akademie-Gespräche

Primar Dr. Andreas Kretschmer, Primar Dr. Friedrich König, DI (FH) Rita Seeböck, PhD, Dr. Ernst Wurz und Stadträtin Melitta Biedermann. (Foto: Waldviertel Akademie)
WAIDHOFEN. Am Donnerstag, 22. September 2016, lud die WALDVIERTEL AKADEMIE gemeinsam mit dem Landesklinikum Waidhofen/Thaya, der FH Krems, der Donau-Universität Krems und der Stadtgemeinde Waidhofen/Thaya zu den Waldviertler Vorlesungen unter dem Titel „DNA-Genetik-Epigenetik. Neue Erkenntnisse in der zukunfts- und patientInnen-orientierten (Krebs-)Forschung“. Krebsforscherin Rita Seeböck und Onkologie-Experte Andreas Kretschmer gaben dabei einen interessanten Einblick in den Aufbau des Körpers und zu aktuellen Krebstherapien.

Vor einem prall gefüllten Konferenzsaal im Landesklinikum Waidhofen/Thaya gab Rita Seeböck vom Department Life Sciences der IMC FH Krems zunächst einen Überblick über die Grundlagen der Genetik, den genetischen Code und die Epigenetik. „Mit genauen DNA-Analysen können wir eine Therapieauswahl treffen, die für den einzelnen Menschen positive Effekte zeigt“, so die Wissenschafterin. Derzeit forscht Seeböck an einem Lungenkrebs-Projekt und geht der Frage nach „was kann man tun, um die Behandlungsmethoden noch personalisierter zu gestalten.“

Der Leiter der Inneren Medizin am Landesklinikum Andreas Kretschmer sprach danach über seine tagtägliche Arbeit und stellte gleich zu Beginn klar: „Die billigste Krebsverhinderung ist das Zigarettenrauchen zu verhindern, immerhin ist dies zu 90 Prozent der Auslöser dieser Krankheit.“

In einer lebendigen Diskussion wurden im Anschluss auch noch viele Publikumsfragen zu verschiedenen Krebserkrankungen und möglichen Therapie- und Vorbeugemaßnahmen angesprochen. „Man ist aber nicht komplett schicksalsergeben“, so Kretschmer abschließend, „der Mensch ist selbst für sein Leben verantwortlich. Das Wichtigste ist, das Leben bewusst zu genießen.“

„Das große Interesse und die intensive Diskussion hat gezeigt, dass wir auch mit den Waldviertler Vorlesungen aktuelle und wichtige Themen der Region und Zeit aufgreifen“, freute sich Geschäftsführer Christoph Mayer über die Veranstaltungsreihe, die im Oktober zwei Fortsetzungen erlebt. Am 11. Oktober steht im Kunsthaus Horn „Stress im Griff. Wie Sie sich erfolgreich vor einem Burn-Out schützen“ am Programm, ehe am 20. Oktober im Stadtsaal Waidhofen das Thema „Hausverstand. Die Intelligenz traditioneller Hausformen in unterschiedlichen Klimazonen Österreichs“ diskutiert wrid.
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