21.03.2016, 09:11 Uhr

Kriminalität: Bezirk Waidhofen ist der Sicherste in Österreich

Chefinspektor Franz Dangl, Kommandant Paul Palisek und Bezirksinspektor Robert Liball (Foto: BPK Waidhofen)

Zwei mittlerweile gefasst Tätergruppen sorgten für Anstieg bei Einbruchsdelikten

BEZIRK WAIDHOFEN. Die aktuelle Kriminalitätsstatistik für den Bezirk Waidhofen weist einen Anstieg der angezeigten Delikte auf. Das ist jedoch Jammern auf hohem Niveau, so wurden 644 Fälle bei der Polizei angezeigt - 2014 waren es 587. Das ist die geringste Anzahl von Delikten in Niederösterreich, mit Ausnahme der Statutarstadt Waidhofen/Ybbs, die eigens geführt wird.

Vor allem bei den Einbruchdiebstählen gab es eine Steigerung von 41 Fällen auf 85 Fälle im Jahr 2015. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf Tätergruppen zurückzuführen, die vor allem in der Grenzregion in mehreren Bezirken in Bauernhöfen und Wochenendhäuser einstiegen. Die Täter wurden aber noch 2015 von der Polizei geschnappt. Gesunken ist dagegen die Zahl der Diebstähle (-12,8 Prozent), Betrugsdelikte gingen um 20 Prozent zurück.

Modedroge
Auch die Zahl der Sachbeschädigungen sank von 13 auf drei Fälle im Vorjahr. Was den Polizisten auffällt: spielten sich die Drogendelikte früher um Cannabis ab, ist heute die Droge Crystal Meth im Bezirk angekommen. Aber auch die Zahl der Drogendelikte sank von 24 Fällen im Jahr 2014 auf 10 Fälle im Jahr 2015.
Die Aufklärungsquote ist zwar noch nicht erhoben, aber Bezirkspolizeikommandant Paul Palisek geht von einem Wert von über 50 Prozent aus, was deutlich über dem landesweiten Schnitt liegt.

"Statistisch gesehen ist der Bezirk Waidhofen der sicherste in Österreich", so der oberste Polizist im Bezirk. "Die organisierten Tätergruppen konzentrieren sich vor allem auf den Großraum Wien und dessen Nachbarbezirke". Ausdrücklich danken möchte Palisek der aufmerksamen Bürger in Waidhofen, wie zuletzt jenen beiden Kunden eines Supermarktes, die bei der Ausforschung von drei Ladendieben in Waidhofen geholfen haben. "Als Polizisten sind wir natürlich auch auf die Mitarbeit der Bevölkerung angewiesen. Deshalb: Bei verdächtigen Wahrnehmungen gleich 133 anrufen!"
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