31.05.2016, 13:27 Uhr

Roman Rankenspiel: Die Schönheit von Raabs und ein grausamer Mord

Die Gegend um Raabs hat es Autor J. J. Preyer angetan. In seinem neuen Werk lässt er dort einen grausamen Mord geschehen. (Foto: Kainrath)

In "Rankenspiel" verarbeitet Autor Josef J. Preyer seine Kindheitserinnerungen an Raabs - und lässt dort einen Mord geschehen.

RAABS. In einem Garten bei Raabs breitet sich der Japanische Staudenknöterich unbarmherzig aus. Die drei Gärtnerinnen Pia, Lia und Maria werden beauftragt, das Grundstück von den Stauden zu befreien. Bei ihrer Arbeit erkennen sie, dass die Besitzerin ein ähnliches Verhalten wie die Pflanze an den Tag legt. Die Frau dringt gnadenlos in das Leben anderer Menschen ein. Als Ruth Winkler schließlich verbrannt im Staudenknöterich gefunden wird, wimmelt es nur so von Verdächtigen. Eine spannende Jagd auf den Mörder beginnt - so die Handlung von Rankenspiel, dem neuesten Werk des Autors Josef J. Preyer.

Schauplatz Gasthaus Jägerhaus

Gerade Raabs hat es dem Autor schon in seiner Kindheit angetan. "Ich verbrachte als Kind viele Ferienwochen mit den Eltern in Kollmitzgraben, im Gasthaus Jägerhaus, das übrigens auch im Buch vorkommt, als verlassene, verwunschene Stätte, in der die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Ein Eindruck, der sich bei meinem Besuch im letzten Jahr verfestigt hat", berichtet der Steyrer im Gespräch mit den Bezirksblättern und untermalt die Szene mit einem Zitat aus seinem neuesten Buch: "In den Fenstern hingen alte, verblichene Vorhänge. Ein Blick in das Innere zeigte eine Wirtsstube aus den 50er Jahren. Alles unverändert, auf den Kuss des Prinzen wartend, wenn man von Märchen ausging. Nun, das Haus ging Lia nichts an. Interessant war der Garten dahinter, der bis zu einem Felshang reichte, an dessen rechter Seite der Wasserfall ins Tal rauschte. Lia fand einen zusammengeklappten Wirtshausgartenstuhl, öffnete ihn und nahm Platz, in der Absicht, den von Unkraut überwucherten Garten auf sich wirken zu lassen, um in ihrer Fantasie ein Bild seiner zukünftigen Pracht entstehen zu lassen."

Privates Urlaubsziel - und Tatort im Roman

In seiner Kindheit wanderte der 1948 geborene Autor gerne die Thaya entlang. "Aber auch zu einem Gasthaus, einer ehemaligen Mühle, in der ich Jahrzehnte später als Erwachsener Urlaub machte. Dieses Gebäude und seine Umgebung ist nun der Hauptschauplatz meines Gartenkrimis. Die Alte Mühle, im Buch eine Gärtnerei, in der die drei Witwen Pia, Lia und Maria arbeiten und von der aus sie in heiter-spannenden Fällen ermitteln", so Peyrer.

Und jetzt? "Ich kehre immer wieder gerne in diesen Teil des Waldviertels zurück und erfreue mich an der Landschaft. Im Sommer bin ich wieder dort."

Rankenspiel von J. J. Preyer erscheint am 6 Juli 2016 im Gmeiner Verlag, 314 Seiten/ 12 x 20 cm, gebunden, mit Lesebändchen; ISBN 978-3-8392-1930-0; Euro 13,40
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