11.04.2016, 12:36 Uhr

Wetter mild: Zeckenplage droht

Tierärztin Silke Mlejnek hat heuer bereits im Februar Vierbeiner von Zecken befreit. (Foto: privat)

Ihre Saison hat längst begonnen. Der Parasit gehört zu den gefährlichsten Tieren der Wälder, Gärten und Wiesen.

BEZIRK. Der verganene Winter war zu warm und zu trocken. Schädlinge, die normalerweise in der kalten Jahreszeit absterben, konnten überleben. Die Folge: Bereits im Februar wurden Katzen und Hunde von Zecken befallen, so früh wie noch nie.

Das bestätigt auch Tierärztin Silke Mlejnek aus Dietmanns: "Es ist ungewöhnlich, dass die Parasiten bereits im Winter aktiv sind." Hunde- und Katzenhalter sollten deshalb zeitig mit der Vorsorge beginnen. Mlejnek: "Was wenige wissen, ist, dass es für Katzen keinen einhundertprozentigen Schutz gibt. Sie vertragen den Wirkstoff Permethrin nicht und können daran sterben."

Die Veterinärin rät diesbezügliche Halsbänder oder Flüssigmittel bei Tierärzten zu kaufen: "Die Halsbänder haben eine Bruchstelle, bleibt das Tier irgendwo hängen, kann es sich selbst befreien. Bei Flüssigmitteln muss man genauf auf die Dosierung achten."

Es gibt allerdings auch eine Alternative: Bei "Jugend forscht" fand ein Gymnasiast aus Regensburg (D) heraus, dass Schwarzkümmel-Öl gegen Zecken- und Flohbefall hilft. Die erstaunliche Entdeckung machte er während eines Spazierganges mit seinem Hund. Die Parasiten hatten keinerlei Interesse an seinem vierbeinigen Begleiter. Dieser bekam wegen einer Allergie seit einiger Zeit Schwarzkümmel-Öl ins Futter gemischt. Seine Theorie bewies der Schüler mit einem Langzeitversuch: Der Geruch von Schwarzkümmelöl wird von den Parasiten gemieden.

Impfschutz ist wichtig

"Bis jetzt kann ich keinen vermehrten Zeckenbefall beim Menschen feststellen", sagt Dr. Peter Werle aus Groß Siegharts. Der Allgemeinmediziner rät jedoch zur Vorsorge durch eine Impfung gegen FSME: "Die Frühsommer-Meningoenzephalitis ist eine durch das Virus ausgelöste Krankheit, die bei Patienten zu einer Hirnhaut- oder Gehirnentzündung führen und tödlich enden kann."

Die Borreliose sei eine durch das Bakterium Borrelia burgdorferi ausgelöste Infektionskrankheit: "Sie kann das Nervensystem, die Gelenke und Organe sowie das Gewebe befallen."
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