30.05.2016, 09:15 Uhr

EVN legt zweite Trinkwasser-Pipeline ins Waldviertel

Waldviertel-Weinviertel-Leitung in Trockenperioden beinahe an der Kapazitätsgrenze. EVN legt zweite Röhre.

Um die Trinkwasserversorgung in Niederösterreich langfristig abzusichern, wird die EVN-Wasser ab heuer jedes Jahr zwischen 30 und 50 Millionen Euro in den Ausbau und in die Instandhaltung des Leitungsnetzes investieren. Ein zentrales Projekt darunter ist die Kapazitätserweiterung der 2012 in Betrieb gegangenen Trinkwasser-Verbindungsleitung Weinviertel-Waldviertel. Sie soll eine zweite Röhre erhalten, die parallel zur bestehenden verlaufen wird.

Die Wasserleitung Weinviertel-Waldviertel, die rund 40 Kilometer lang ist, versorgt 30.000 Einwohner in 30 Städten und Gemeinden des oberen Waldviertels mit bis zu 3.000 Kubikmetern Trinkwasser pro Tag. Das lebensnotwendige Nass stammt aus den Brunnenfeldern in Palt bei Stift Göttweig und Mollersdorf bei Tulln. „Im extrem heissen Sommer 2015 war die Weinviertel-Waldviertel-Leitung fast an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt“, begründet EVN-Vorstandschef Peter Layr den notwendig gewordenen Ausbauschritt.

Vom Versorgungsunternehmen angedacht ist auch die Erschließung neuer Wasserquellen im niederösterreichischen Alpenvorland, so u.a. die sogenannte „Kalte Quelle“ am Fuße des 1.000 Meter hohen Berges Eibl in Türnitz oder solche im Semmeringgebiet. Diese Wassermengen, mit denen man die wachsenden Ballungsräume beliefern will, „werden eine neue Gründerzeit im Infrastrukturausbau auslösen“, meint Layr.

Über ein 2.500 Kilometer langes Leitungsnetz versorgt EVN Wasser in Niederösterreich 758 Katastralgemeinden, in denen 563.000 Einwohner leben, mit Trinkwasser. 100.000 Haushalte werden zurzeit direkt beliefert. Das Unternehmen ist der größte Wasserversorger Niederösterreichs und nach Wiener Wasser der zweitgrößte Österreichs. (mm)
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