31.03.2016, 15:21 Uhr

Ein warmes Platzerl fürs Katzerl

Immer mehr Tiere brauchen Hilfe: Der Tierschutzverein sucht vorübergehende Pflegestellen.

WAIDHOFEN/YBBSTAL. "Pflegeplätze für unsere Schützlinge zu finden, ist unser größtes Problem", sagt Sabine Offenberger, Obfrau des Tierschutzvereins Ybbstal.

Jede Hilfe zählt

Chronischer Platzmangel herrscht beim Tierschutzverein Ybbstal, denn die eigenen Kapazitäten sind irgendwann erschöpft.
"Wir sind auf ehrenamtliche Helfer angewiesen und für jede Hilfe dankbar", so die Hundetrainerin Sabine Offenberger aus Waidhofen. Denn der Tierschutzverein hat kein eigenes Gebäude. Vielmehr sind die Tiere bei den ehrenamtlichen Mitarbeitern und auf Pflegeplätzen untergebracht. "Aktionen wie der jährliche Flohmarkt und der Tierkalender, aber auch Mitgliedsbeiträge und Spenden sind unsere Einnahmequellen", erklärt Offenberger.

Pflegefamilien gesucht

"Wir suchen immer wieder vorübergehende Pflegeplätze für Katzen, Hunde und Haserl", so Sabine Offenberger. "Dabei stellen wir Futter und sonstigen Bedarf bereit. Kosten entstehen für alle, die einen Pflegeplatz zur Verfügung stellen, keine", fügt sie hinzu.
Manchmal werden "Pflegekinder" von den Familien ganz aufgenommen. "Das ist toll für Familie und Tier, aber es fehlt dann an einem Pflegeplatz", erklärt die Obfrau. Ebenfalls ein brennendes Thema ist die Überpopulation der Bauernkatzen. "Leider werden die Katzen nicht flächendeckend kastriert, obwohl die Kastration für Katzen mit Zugang ins Freie auch für Bauern verpflichtend ist", erkläutert die Waidhofnerin. "Die Samptpfoten vermehren sich dadurch stark", so Sabine Offenberger und ergänzt: "Dabei gäbe es die Aktion 'Katzenkastration' vom Land NÖ, für die in Zusammenarbeit mit den Gemeinden und Tierärzten Mittel freigegeben sind."

Der Tierschutzverein Ybbstal vermittelte, betreute und versorgte tierärztlich heuer bereits 15 Hunde, elf Katzen, vier Chinchillas, ein Kaninchen, zwei Tauben und zwei Enten.
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