Endspurt für 380 kV-Trasse – Verlauf der Hochspannungsleitung ist bis auf Ausnahmen fixiert

Eng im buchstäblichen Sinn wird es mit der 380 kV-Leitung durch Salzburg: An einigen Hotspots werden derzeit noch Alternativen geprüft, aber insgesamt steht die Grobtrasse innerhalb des Korridores jetzt fest. Ende November soll die „parzellenscharfe“ Feintrasse präsentiert werden.

Der Pinzgauer Abschnitt der 380 kV-Leitung durch Salzburg ist so gut wie unter Dach und Fach. Dort wurden auch bereits 20 Mastenstandorte definiert. Wo es sich noch spießt, das sind die bekannten Hotspots: In Koppl gibt es mit der West- und Mitteltrasse nach wie vor zwei Planungsgebiete beim Nockstein, zwei Varianten bleiben auch in Eugendorf, wo derzeit noch hydrologische Untersuchungsergebnisse ausstehen. Auf der Strecke zwischen Vigaun und Golling zwingt das Naturschutzgesetz die Projektbetreiber, eine Alternative zur Tauglquerung durchzuplanen und jeweils eine West- und Ostvariante gibt es bei Werfen und Bischofshofen. An beiden Stellen werden geologische Untersuchungen Klarheit bringen – ob mögliche Steinschlaggefahren einer Westtrasse (ohne zweimalige Salzachquerung) entgegenstehen. Bei wie vielen Häusern und Siedlungen es nicht möglich sein wird, die im Landesgesetz vorgeschriebenen Mindestabstände einzuhalten, konnte Wolfgang Hafner noch nicht sagen, nur, dass das eben nicht überall möglich sein werde.

Ende Februar steht Trasse fest
Bis Ende Februar soll nun – in Abstimmung mit noch ausstehenden Untersuchungsergebnissen – die Feintrassierung vorgenommen und anschließend der Öffentlichkeit präsentiert werden. Bis zur Einreichung der Umweltverträglichkeitsprüfung, die für April 2012 geplant ist, werde man einen informellen und transparenten Prozess führen, um so die bestmögliche Trasse festzulegen. „Der Fokus war und ist es, die Trasse im Sinne der Abstände zu den Menschen zu optimieren. Fakt ist aber auch, dass wir diese Leitung brauchen und das wird heute auch von niemandem mehr in Frage gestellt“, so APG-Manager Gerhard Christiner.

„Reduzierung der optischen Erscheinung“, vor allem dort, wo die Leitung optisch wahrgenommen wird, das ist die Hauptintention hinter den Designer-Masten, erklärten Projektleiter Wolfgang Hafner und APG-Manager Gerhard Christiner. Nebenbei erwähnt: In Holland wurden diese Masten – die ein niedrigeres elektromagnetisches Feld umgibt als herkömmliche Gittermasten – eingesetzt, um möglichst nahe an Siedlungen heranbauen zu können. Mit bis zu 300.000 Euro sind die Designermasten bis zu drei Mal so teuer wie herkömmliche. Wie viele der insgesamt 150 neuen 380 kV-Masten so aussehen werden, steht derzeit noch nicht fest.

Bilder: APG


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