11.04.2016, 12:49 Uhr

Die „Strauß Connection“ aus Gleisdorf gewann bei Philharmoniker

Die Wiener Philharmoniker haben erstmals einen österreichweiten Wettbewerb für Ensembles ausgeschrieben (wir berichteten). Von 59 Musikvideos, die aus ganz Österreich eingesendet wurden, wurden fünf prämiert, darunter ist die Aufnahme der „Strauß Connection“ der Musikschule Gleisdorf.

Coaching durch Profis
Das Gleisdorfer Ensemble wird nun, wie die vier weiteren Preisträger, von den Wiener Philharmonikern persönlich gecoacht und eingeladen, einen Live-Auftritt vor der öffentlichen Generalprobe des Sommernachtskonzerts beim Schloss Schönbrunn in Wien am 25. Mai zu absolvieren. Eines der Ensembles wird dann zusätzlich ausgewählt, um noch einmal live vor dem offiziellen Sommernachtskonzert am 26. Mai aufzutreten. Von allen prämierten Ensembles werden professionelle Videoporträts angefertigt, die dann auf Megascreens im Schlosspark präsentiert werden. Die Wiener Philharmoniker laden die Gleisdorfer zudem zu einer Probe in den Goldenen Saal des Wiener Musikvereins ein, wo die Musikschüler auf das berühmte Orchester treffen und bei einer Probe mit einem bedeutenden Dirigenten teilnehmen dürfen.

Mitglieder der „Strauß Connection“ sind:

Evelyn Kelz, Katja Heine, Carina Primus, Magdalena Hausmann, Laura Muhr, Johanna Gussmagg / alle Violine, Hannah Berghofer/ Viola, Anna Hausmann/ Cello, Verena Schaffler und Sarah Reichhart/ Querflöte, Hannah Kaltenegger/ Oboe, Lena Kulmer und Anna Kurtz/ Klarinette, Jakob Kulmer und Bertram Schlemmer/ Horn, Moritz Andraschek und Johannes Baumgartner/Trompete, Philip Bernhard, Markus Andraschek und Matthias Halek/ Posaune, Thomas Fink, Rahpael Kurz, Tobias Fabsitz und David Baier/ Schlagzeug, Tobias Wohofsky/ E-Gitarre, Daniel Kurz/ E-Bass, Irmgard Ramminger/ Hackbrett, Laura Reder, Katharina Windisch und Noor Batak/ Vocalistinnen
Leitung: Prof. Gunter Schabl

„Klänge der Heimat“ – das prämierte Video

„Klänge der Heimat“ ist eine Arie aus der Operette Die Fledermaus, in der Rosalinde über ihre schöne ungarische Heimat erzählt. Im Arrangement der „Strauß Connection“ wird nicht gesungen, sondern gerappt. Laura Reder und Katharina Windisch erzählen dabei die Geschichte eines Flüchtlingskindes, das aus der kriegsbetroffenen Heimat auszieht, um in Österreich eine neue Zukunft zu finden. Noor Batak ist ein Flüchtlingskind aus Syrien, sie lebt nun in Gleisdorf und wurde eingeladen an dem Projekt mitzuwirken.



„Amal“ – Hoffnung, „Salam“ – Friede und „Hurria“ – Freiheit sind die Worte, die sie in arabischer Sprache in den Rap einfließen lässt, der von ihrer Heimat handelt.
Im Arrangement von Siegmund Andraschek ist ein musikalisches Crossover entstanden. E-Gitarrensoli wechseln sich mit Polka, Walzer, Csardas und Volksmusikklängen ab. Thomas Schiretz hat im Rap treffsicher die Flüchtlingssituation auf den Punkt gebracht. So wurde neben dem musikalischen Crossover auch ein inhaltlicher Konnex zum aktuellen Gesellschaftsproblem geschaffen und eine zutiefst menschliche Botschaft vermittelt!
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