11.04.2016, 03:24 Uhr

Das Einfrieren von Augenblicken - Fotoausstellung von Klaus Walter

Laudator Michael Hartinger, Fotokünstler Klaus Walter, Oswin Donnerer, Georg Köhler (v.l.)
Eine Ausstellung des gebürtigen Düsseldorfers und seit den frühen 1980er-Jahren in Weiz lebenden Fotokünstlers Klaus Walter gibt es noch bis zum 28. April in der Weberhaus-Galerie in Weiz zu sehen.
Anlässlich der Vernissage bezeichnet Michael Hartinger vom Technologie Transfer Zentrum Weiz, Freund und ehemaliger Maschinenbaukollege von Klaus Walter, diesen als Forscher und Entdecker, wenn es um das Fotografieren geht. Als seit 33 Jahren in der Elin beschäftigter Techniker und Wissenschaftler sei Walter es gewohnt, hinter Oberflächen und über Grenzen zu blicken.
Klaus Walter hat bereits im Alter von 7 Jahren zum ersten Mal mit dem Fotografieren begonnen. Als Sohn eines lichtbildbegeisterten Vaters hat er die Arbeit mit Blende und Zeit, mit Belichtung und Ausarbeitung von der Pike auf gelernt. Studium und Ausbildung brachten ihn vorübergehend von den Kameras ab. Vor sechzehn Jahren erkrankte Walter an Parkinson und hat während eines Therapieaufenthaltes vor fünf Jahren die digitale Fotografie entdeckt.
"Die Kamera ist Teil seiner Therapie", sagt Michael Hartinger. "Mit Geduld, Gelassenheit und technischem Verständnis schafft Klaus es, mit zittriger Hand ruhige Bilder zu machen."
Für Kulturreferent Oswin Donnerer strahlen die ausgestellten Bilder, die er als Einfrierung von Augenblicken bezeichnet, viel Positives aus. Klaus Walter selbst gefallen seine Bilder in der Weberhaus-Galerie besser als zuhause im Atelier. Er arbeitet weiter an seinem fotografischen Meisterwerk: "Ich will es schaffen, einen Luftballon im Moment des Explodierens abzulichten."
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