18.10.2016, 20:06 Uhr

Hermine Liska im steirischen Vulkanland

Markt Hartmannsdorf: NMS Markt Hartmannsdorf | Am 18. Oktober 2016 war Hermine Liska zum Zeitzeugen Gespräch in die NMS Markt Hartmannsdorf, im steirischen Vulkanland, eingeladen

Die Neue Mittelschule Markt Hartmannsdorf gibt jedes Jahr einen sehr schön gestalteten Jahresbericht heraus.

Im Jahresbericht 2015/16 ist die Überschrift "85 Jahre - und kein bisschen müde" zu lesen.

In dem Beitrag heißt es auszugsweise: "Hermine Liska, 1930 in Kärnten geboren, weigerte sich aufgrund ihrer religiösen Überzeugung (sie ist Zeugin Jehovas), den Hitlergruß zu verwenden und trat deshalb auch dem Bund Deutscher Mädchen nicht bei, weswegen sie von den Nazis in ein Erziehungsheim gesteckt wurde. Tief beeindruckt waren unsere Schülerinnen und Schüler vom Mut und der Widerstandskraft, den Frau Liska durch ihr nicht angepasstes Verhalten bewiesen hat - trotz Misshandlungen, denen sie in den Erziehungsheimen hilflos ausgesetzt war, trotz Zwangsseparierung von ihrer Familie."

Jetzt ist die rüstige Zeitzeugin schon 86 Jahre und immer noch nicht müde. Sie erzählt ihre Lebensgeschichte unter dem NS-Regime so lebendig wie beim ersten Mal, als sie im November 1999 den Schülerinnen und Schülern der Hauptschule in Ratten erstmals ihre Erfahrungen mitteilte.

Die Ausstellung "Die vergessenen Opfer der NS-Zeit" kann noch bis zum 20. Oktober 2016 in dieser Schule besichtigt werden.
1
Einem Mitglied gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.