27.09.2016, 11:34 Uhr

Lesepaten auf großer Mission in Gleisdorfer Schulen

(Foto: VS Gleisdorf)
Gleisdorf: Volksschule |

Um Lesen zu fördern, gibt es in der Gleisdorfer Volksschule und NMS Lesepaten.

Die Fantasie wird gefördert, das Sprachgefühl verfeinert und die Grammatik verbessert. Das sind nur einige Vorteile, wenn man liest. In Zeiten von Fernsehen und Co. wird es immer schwieriger, Kinder zum Lesen zu motivieren.
Volksschullehrerin Heike Pircher aus Gleisdorf ist eine Lehrerin von vielen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, das Lesen den Kindern wieder näherzubringen.

Lesepaten

Für sie ist Lesen etwas sehr Wichtiges. "Es ist so wichtig, dass die Kinder selbst vorlesen dürfen." Begonnen hat die Lehrerin vor sechs Jahren, als sie eine erste Klasse mit 13 Kindern bekommen hatte. Nachdem ein Konzept für Lesepaten erstellt war, organisierte ihre Mutter Hannelore Pircher einige Interessierte. Zuerst waren es ein paar Senioren. Aber die Zahl der Lesepaten stieg und stieg. Von pensionierten Lehrern bis zu normalen Lesebegeisterten. Zweimal die Woche heißt es seither für die Schüler von Heike Pircher Lesepaten-Zeit.

Und so geht's

"Vorlesen ist die Mutter vom Lesen", sagte schon Johann Wolfgang von Goethe. So kommen die Lesepaten, nicht damit sie den Kindern etwas vorlesen, sondern genau umgekehrt. Jedes Kind kommt einmal dran und hat in dieser Zeit einen eigenen Lesepaten. Heike Pircher erklärt uns, dass jeder ein paar Minuten einen kleinen Text zum Lesen bekommt. Je nach Schulstufe sind kleine Aufgaben eingebaut. So können sich zusätzlich falsche Wörter in einen Satz einschleichen. Die Kinder müssen diese erkennen.

Erfolg auf der ganzen Linie

Das Projekt kam so gut an, dass inzwischen jede Klasse der Volksschule Gleisdorf Lesepaten hat. Zusätzlich ist auch die Neue Mittelschule Gleisdorf auf den Zug aufgesprungen. "Ich finde das so toll, dass das so gut angenommen wird. Das wäre alles nicht möglich, wenn die Kollegen und die Direktorin nicht hinter mir stehen würden." Damit nicht genug. Um das Lesen zusätzlich zu fördern, gibt es Lesewanderungen, Lesefrühstück und ein gemeinsames Feiern von Festen mit den Lesepaten.
Die Eltern sind begeistert und die Erfolge sieht man laut Heike Pircher nicht nur beim Lesen, sondern unter anderem auch beim freien Schreiben. Für die Lesepaten ist es eine wahre Freude. "In Kinderaugen zu blicken und den Fortschritt mit ihnen gemeinsam zu erleben, ist etwas ganz Tolles", so Hannelore Pircher.
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