12.05.2016, 16:32 Uhr

Zukunft braucht Erinnerung

Das von einer Schülergruppe der NMS Gleisdorf gestaltete Boot beim Mahnmal hinter dem Rathaus verweist auf die Brisanz der Thematik. (Foto: Wolfgang Seereiter)
Gleisdorf: Rathaus | An vielen Orten unseres Landes gedenkt man an die Ereignisse zum Kriegsende 1945, so auch in Gleisdorf! Die heurige Feier zum Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus, am 4. Mai 2016, stand im Zeichen von „Flucht und Vertreibung, gestern und heute“.

SchülerInnen des BG/BRG Gleisdorf trugen in Anwesenheit der Zeitzeugin Gabriella Goldmann Berichte von Fluchterlebnissen vor mehr als 70 Jahren vor.

Jakob Brossmann, vielfach ausgezeichneter Filmregisseur und Bühnenbildner aus Wien, schuf in seiner Rede die Brücke von der Flucht während der NS-Zeit hin zu den über das Mittelmeer kommenden Flüchtlingen von heute.

Das von einer Schülergruppe der NMS Gleisdorf gestaltete Boot beim Mahnmal hinter dem Rathaus verweist auf die Brisanz der Thematik. Ahmad Altrk und Mustafa Abdi, zwei in Gleisdorf lebende junge Asylwerber, berichteten in kurzen Worten über das Erleben ihrer Flucht übers Meer. Bürgermeister Christoph Stark ermutigte die anwesenden Jugendlichen zu Wachsamkeit und Engagement. Zum Abschluss wurden Blumen in Erinnerung an die Opfer von damals und heute hinterlegt.

Wer an der Lokalgeschichte interessiert ist wird sich freuen: die Stadtgemeinde hat ganz aktuell eine Broschüre zu „Zwangsarbeit in der NS-Zeit“ herausgegeben, sie ist im Infobüro im Rathaus sowie in der Bücherei Nitscha kostenlos erhältlich.
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Friedrich Klementschitz aus Leibnitz | 13.05.2016 | 14:57   Melden
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