26.03.2016, 17:11 Uhr

Ich will e-fahren: Der große E-Carsharing-Test

Die Projektgruppe, von links: Christoph Stark, Erwin Eggenreich, Iris Absenger-Helmli, Christian Hütter, Nicole Schuster, Ernst Schmautzer, Lothar Fickert, Schlintl Carina, Thomas Wieland. (Foto: Gernot Muhr)

Die Energieregion Weiz-Gleisdorf hat im Rahmen der Smart Cities-Initiative des österreichischen Klima- und Energiefonds Fragen nach der Zukunft unserer Mobilität bearbeitet.


Die Energie Steiermark leitete das iENERGY 2.0- Projekt, an dem die Energieregion gemeinsam mit der Technischen Universität Graz teilnahm.

Es ging um Testfahrten innerhalb eines E-Carsharing-Modells. Neue Technologien und Konzepte bedürfen verschiedener Maßnahmen, durch welche Menschen sich mit ihnen vertraut machen können. Dazu gehört, daß junge Technik teuer ist und daher nicht allgemein zugänglich. Hier müssen also Politik und regionale Institutionen vermittelnd wirken.

Nun haben 24 Carsharing-Gruppen mit 216 Fahrerinnen und Fahrern im Alter von 17 bis 80 Jahren in vier Monaten rund zwölftausend Kilometer zurückgelegt, was begleitet und untersucht wurde.

Das Institut für Elektrische Anlagen der TU Graz legte durch die begleitende Analyse des Mobilitätsbedarfs und des Mobilitätsverhaltens der Testpersonen einen wichtigen Grundstein alternativer Mobilitätslösungen innerhalb der Region.

Erwin Eggenreich, Obmann der Energieregion Weiz-Gleisdorf, sagt dazu: „Nachhaltige Mobilitätslösungen, wie das E-Carsharing, stellen einen zentralen Meilenstein auf dem Weg zum CO2-freien Verkehrssektor und weiteren Erhöhung der Lebensqualität in smarten Regionen, wie der Energieregion, dar.“

Sein Stellvertreter Christoph Stark betonte, dies zeigten unter anderem die seit Projektstart vermehrt an die Energieregion Weiz-Gleisdorf gerichteten Anfragen bezüglich E-Mobilitätsberatung. Da gehe es um Kauf oder Miete von E-Autos, die Errichtung und Nutzung von Ladeinfrastruktur etc.

Theresia Vogel, Geschäftsführerin des Klima- und Energiefonds, unterstreicht: „Als Klima- und Energiefonds setzten wir wichtige Impulse, um Elektromobilität vom Labor auf Österreichs Straßen zu bringen.“

Ein Projekt wie iENERGY bringe im urbanen Raum weitere wertvolle Erkenntnisse, wie sich das Verkehrssystem klimafreundlicher gestalten lasse, laut Vogel „ohne Komfortverlust für die Nutzerinnen und Nutzer.“

Warum ist es wichtig, diese Angebote zu machen?

Individuelle Mobilität, gestützt auf den Privatbesitz von Kraftfahrzeugen, wird bei uns als selbstverständlich angenommen. Das war einige Jahrzehnte unangefochtenes Prinzip. Das hatte Vorrang vor vielen anderen Fragen unserer Gesellschaft. Diese Ära begann erst nach dem Zweiten Weltkrieg, erlebte ab den 1950er Jahren eine Massenmotorisierung.

Im Zentrum jener sozialen Revolution standen Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren, die sich im Straßenverkehr rund um das Jahr 1900 gegenüber Dampf- und Elektro-Automobilen durchgesetzt hatten. Sie waren ein halbes Jahrhundert lang für den Großteil der Bevölkerung unerschwinglich.

Das änderet sich in den 1950ern. Aber diese Ära neigt sich aus vielen Gründen ihrem erkennbaren Ende zu. Wir alle werden freilich an solcher Freiheit eigener Mobilität festhalten wollen, sie keinesfalls freiwillig aufgeben.

Wie diese Massenmobilität zukünftig technisch und konzeptionell umgesetzt wird, bedarf neuer Ideen und Verfahrensweisen. Damit sind verschiedene Instanzen der Energieregion Weiz-Gleisdorf heute schon befaßt.

+) Kunst Ost: Elektrik [link]
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