04.05.2016, 15:23 Uhr

Wodka, Ölsardinen und Speckstreifen

Symbolfoto
Lüneburg (Deutschland): Lüneburger Landgericht | Im Jahr 2015 war Oskar Gröning vor dem Lüneburger Landgericht der 300.000-fachen Beihilfe zum Mord im Vernichtungslager Auschwitz angeklagt.

Wodka, Ölsardinen und Speckstreifen scheinen Oskar Grönings stärkste Erinnerung an Auschwitz zu sein.

"Nicht die Berge von Leichen, die er dort brennen sah. Nicht die Schreie der jüdischen Kinder, Frauen und Männer, die er aus den Gaskammern hörte.

Nicht einmal das Baby, das vor seinen Augen von einem SS-Mann gegen den Lastwagen geschleudert und dann auf den Müll geworfen wurde.

"Wir kamen in Auschwitz an, und es gab all diese Dinge, die wir schon lange nicht mehr gesehen hatten", sagte Gröning. "Ölsardinen, Speckstreifen und vor allem: Wodka, Wodka, Wodka."

Oskar Gröning, von 1942 bis 1944 SS-Unterscharführer im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz, nimmt sich eine Wasserflasche, lässt seinen Blick durchs Publikum im Gerichtssaal schweifen und sagt: "Ich mach das jetzt wie in Auschwitz mit dem Wodka." Dann kippt er die halbe Flasche hinunter", berichtete DIE ZEIT.

Allein in Auschwitz-Birkenau taten 6500 SS-Männer ihren Dienst. Gerade einmal 43 standen in der Bundesrepublik Deutschland vor Gericht.

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