18.07.2016, 11:54 Uhr

L’Orfeo Barockorchester | Orchesterkonzert

Wann? 27.04.2017 19:30 Uhr

Wo? Stadttheater, Kaiser-Josef-Platz, 4600 Wels AT
© Reinhard Winkler
Wels: Stadttheater | Leitung Michi Gaigg
Solistin Carin van Heerden, Oboe

Programm:

Jean-Philippe Rameau (1683-1764): Suite aus Dardanus, tragédie lyrique
Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788): Konzert für Oboe, Streicher und B.c. in Es-Dur Wq 165 / H 468
Joseph Haydn (1732-1809): Sinfonie Nr. 49 in f-Moll Hob. I:49 „La Passione“

Als Jean-Philippe Rameau mit fünfzig Jahren seine erste Oper auf die Pariser Bühne brachte, erwartete niemand, dass der bis dahin wenig bekannte Komponist in den folgenden 25 Jahren über zwanzig musikdramatische Werke herausbringen und enthusiastisch gefeiert werden würde. Im Unterschied zur italienischen Oper des 18. Jahrhunderts steht in der französischen nicht der virtuose Gesang im Zentrum. Die Musik hat ihren Ort in erster Linie in den Divertissements, Ballett- und Chorszenen mit aufwändiger szenischer Ausstattung. Sie dienen der psychologischen Vertiefung der Handlung oder der Einführung neuer Ausdrucksdimensionen und setzen sich aus solistischen Airs, Chören, programmatischen Orchestersätzen (sogenannte symphonies) und Tänzen zusammen. Während die Sprachbarriere die Rezeption der französischen Oper außerhalb Frankreichs bis heute einschränkt, sind es die instrumentalen Stücke aus den Divertissements, die dank ihrer kunstvollen Orchestrierung und vielseitigen Tanzrhythmen Eingang in die Konzertprogramme finden.
Carl Philipp Emanuel Bach war beinahe 30 Jahre lang als Musiker am Hofe Friedrichs des Großen in Berlin tätig. Gegen Ende jener Zeit, genauer gesagt etwa drei Jahre bevor er als Nachfolger seines Taufpaten Georg Philipp Telemann das Amt des städtischen Musikdirektors zu Hamburg übernehmen sollte, schrieb er zum Gebrauch des weithin berühmten Bläsersolisten Johann Christian Fischer zwei Oboenkonzerte, von denen hier das zweite in Es-Dur erklingen wird. Wie in fast allen Solokonzerten des „Berliner“ Bach, so liegt auch hier das musikalische Schwergewicht auf dem langsameren Mittelsatz, während in den nicht weniger originellen Ecksätzen bereits der Übergang vom Spätbarock zum Mannheimer Stil vollzogen wurde.
Gemeinhin unter dem Beinamen „La Passione“ bekannt, sollte es die programmbeschließende f-Moll-Sinfonie einst weit bringen: Als eines der frühesten Beispiele unter den sogenannten Sturm und Drang-Werken Joseph Haydns, zeigt sich die Komposition aufgrund der extremen Dichte und Stärke ihrer Ausdrucksmittel in hohem Maße dem Zeitgeist der Empfindsamkeit, des bürgerlichen Trauerspiels wie auch der rührenden Komödie verwandt.
Ein Abend also mit Musik zwischen den Welten, zwischen französischer Tanz- und klassischer Orchesterkultur, zwischen barocker Strenge und galanten „Mannheimerismen“, zwischen theatralischen Affekten und vorromantischer Gefühlskultur. (Christian Moritz-Bauer)

Eintritt: Euro 36,00 | 30,00 | 28,00 | 25,00 | 19,00

Info: Stadt Wels
Dst. Kulturaktivitäten
Minoritengasse 5
T: 07242-235-7040
www.welserabonnementkonzerte.at

Vorverkauf (ab 16.08.2016):
OÖN: Stadtplatz 41, +43 7242 248770
Wels Inf o: Stadtplatz 44, +43 7242 67722-22
Ö-Ticket (+ Aufschlag): www.oeticket.com
Restkarten Abendkasse
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