13.06.2016, 14:30 Uhr

Netzwerk Pro.Viele trat erstmals vor die Öffentlichkeit

Andreas Moser, Johanna Meyer und Florian Walter.

Andreas Moser, Johanna Meyer und Florian Walter präsentierten ihre Forderungen und Vorhaben.

WELS. 16 Welser Kulturinitiativen aus den Bereichen Bildende Kunst, Musik, Kinder- und Jugendkultur, Neue Medien, Theater, Film und Literatur haben sich im Frühjahr zusammengetan und das Netzwerk Freie Kulturszene Wels Pro.Viele gegründet. Am 10. Juni traten Andreas Moser (A Capella Chor), Johanna Meyer (Programmkino) und Florian Walter (KV Waschaecht) erstmals vor die Presse. Ziel der Gruppe sei es, die kulturelle Vielfalt in Wels zu bewahren, den Austausch mit und zwischen den Welser Kulturinitiativen zu fördern und die Situation der freien Kulturszene Wels abzusichern. Die Beteiligten fordern eine Positionierung der Stadt Wels als Kulturstadt und damit ein klares Bekenntnis zum Stellenwert der Arbeit, die in den Initiativen geleistet wird. Konkret ist damit auch Finanzierung gemeint. "Seit 2011 sinkt das Kulturbudget im Verhältnis zum Gesamtbudget", so Moser. Der Anteil des Kulturbudgets sei von drei bis vier Prozent auf mittlerweile 2,35 Prozent gesunken. "Unsere Anregung an die Politik ist die stufenweise Anhebung des Budgets auf fünf Prozent." Einen Projektfördertopf nach Vorbild LINZimPULS in der Höhe von 25.000 Euro für Projekte mit Welsbezug zur Verfügung einzurichten sei eine mögliche Lösung. Ein Vorschlag wäre ein Kulturentwicklungsplan nach Vorbild vergleichbarer Prozesse in Steyr und Linz, in dem langfristige Ziele vereinbart werden könnten. Ein Wunsch wäre, dass Wels dem Europarat-Programm "Intercultural Cities" beitritt, um die Stadt als offene Kommune zu positionieren. Der Austausch zwischen den Städten wird außerdem so erleichtert. "Wels wäre damit für die Zukunft gut gerüstet", so Meyer. Mit der Stadt und dem Europarat ist die Kulturgruppe bereits in Kontakt.
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