15.07.2016, 14:19 Uhr

Welser Modell als Vorbild

Die Wohngemeinschaften für Demenzerkrankte basieren auf der Idee eines selbstbestimmten Lebens im Alter. (Foto: Stadt Wels)

Die Stadt Wels bietet mit zwei Wohngemeinschaften Menschen mit Demenz ein neues Zuhause.

Seit 2011 besteht in der ehemaligen Dragonerkaserne eine alternative Wohnform für Menschen mit Demenz, eine ambulant betreute Wohngemeinschaft. Im Vordergrund steht bei diesem Pilotprojekt die soziale Betreuung der Menschen, die Pflegeleistungen erbringt bei Bedarf ein ambulanter Dienst. Ziel ist, Demenzerkrankte nicht zu isolieren, sondern sie in ein soziales Umfeld zu integrieren, ihre Alltags- und Freizeitaktivitäten zu fördern und sie in das Stadtteilgeschehen einzubinden. Neben der räumlichen Nähe von Geschäften, Apotheken und Ärzten ist die Dragonerkaserne zudem mit öffentlichen Verkehrsmitteln leicht zu erreichen. Die innovative Form des Wohnens in Wels ist Vorbild für ganz Österreich. 2015 erhielt die Stadt Wels dafür sogar den dritten Preis beim Pflegemanagement-Award 'cura 2015'. Im Mai wurde nun eine zweite derartige Wohnform im Mittelhof des historischen Gebäudes eröffnet. Die Zahl der Betreuungsplätze hat sich damit auf zwanzig verdoppelt. „Diese Wohnform hat in Österreich nach wie vor Vorbildcharakter und trägt zu einer weiteren Schließung der Lücke zwischen betreubarem Wohnen und einer stationären Vollversorgung bei“, sagt die Generationen-Stadträtin Margarete Josseck-Herdt.
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