17.03.2016, 14:48 Uhr

Acht Einsätze pro Tag

Bezirkskommandant Johann Gasperlmair (5.v.r.) bekam vom Bundes-Feuerwehrverband ein Verdienstkreuz verliehen. (Foto: Oliver Deutsch)

Bei der Bezirksfeuerwehrtagung wurde geehrt, getrauert, gelobt und Bilanz über 2015 gezogen.

BEZIRK. 2438 aktive Mitglieder der 41 Feuerwehren in Wels-Land kamen im abgelaufenen Jahr 2015 auf insgesamt 35.900 Einsatzstunden. Bei 3222 Einsätzen (528 Brandeinsätze und 2694 technische Einsätze) retteten sie 30 Menschen das Leben. Die Einsatzzahlen haben sich im Vergleich zu 2014 um 36 Prozent erhöht. Dabei nahm auch die Schwere der Vorfälle zu. Dies gab das Bezirksfeuerwehrkommando bei seiner alljährlichen Tagung im Veranstaltungszentrum der Marktgemeinde Gunskirchen bekannt. Die meisten Einsätze hatten die FF Marchtrenk (334), die FF Thalheim (247) und die FF Stadl-Paura (184) zu verzeichnen. Auch die Jugend kam 2015 nicht zu kurz: Im Bezirk gibt es 36 Jugendgruppen mit 445 Mitgliedern. Für Jugendarbeit wurden in Wels-Land 42.713 Stunden aufgewendet. Alle 241 Teilnehmer schlossen den Wissenstest 2015 in Sattledt erfolgreich ab. Bei der Tagung wurden aber nicht nur Zahlen präsentiert, sondern auch verdiente Mitglieder und Gruppen geehrt sowie der 31 im vergangenen Jahr verstorbenen Kameraden gedacht. Othmar Thann vom Verein der Oberösterreicher in Wien überreichte Bezirksfeuerwehrkommandant Johann Gasperlmair eine Urkunde für die Abwicklung des "Balls der Oberösterreicher" in Wien im Jänner 2016.

Seelsorge für Kameraden

Neu ist bei den Feuerwehren das SvE-Team (Stressverarbeitung nach belastenden Einsätzen). Hierbei arbeiten die Feuerwehren aus Wels-Land mit jenen der Stadt Wels zusammen. Zehn Feuerwehrmänner aus der Region stehen für Hilfe nach belastenden Einsätzen zur Verfügung. Sie bieten Einzelgespräche, ein kurzes Gruppengespräch oder eine Zusammenkunft in den Tagen nach einem besonders belastenden Ereignis. "Dadurch soll Stress, der durch Einsätze entsteht, gemindert werden. Wenn die Sirene heult, müssen die Einsatzkräfte fit sein. Das wünschen wir ihnen aber auch für den familiären Bereich", sagt Kommandant Otto Hüttner.
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