01.04.2016, 15:45 Uhr

Buchtipp April

Rolf Lappert: Pampa Blues (ab 13)
München: Hanser 2012 252 S.; € 15,40

Mein aktueller Buchtipp für euch stammt von einem Autor, der bislang eher mit Drehbüchern und Romanen für Erwachsene in Erscheinung getreten ist. Nun zeigt er mit seinem ersten Jugendbuch, dass er auch weiß, wie man jüngere Leser begeistern kann.
Der 16-jährige Ben lebt in der norddeutschen „Pampa“, im „Nest“ Wingroden. (Wenn man die Buchstaben des Ortsnamens auseinandernimmt und neu zusammensetzt, kommt „Nirgendwo“ heraus. Jetzt könnt ihr euch vielleicht vorstellen, wie dort die Post abgeht.) Die meisten Dorfbewohner haben längst Reißaus genommen, zurückgeblieben sind nur ein paar skurrile Typen, wie Jojo, Maslow und eben Ben. Natürlich würde er auch lieber heute als morgen das Weite suchen, zum Beispiel nach Afrika reisen, wo vor Jahren sein Vater tödlich verunglückt ist. Geht aber nicht, da er seinen dementen Großvater am Hals hat, während seine Mama als Jazzsängerin durch die Lande zieht.
Eines Tages hat Maslow wieder einmal eine Idee, wie man Wingroden zu einem Mekka des Fremdenverkehrs machen könnte. Mit Hilfe von Ben und seinen Freunden soll eine UFO-Landung vorgetäuscht werden. Klingt schräg, ist es auch. Da kommt es sehr gelegen, dass die etwa 20-jährige Lena auftaucht und für eine Journalistin gehalten wird.
Dass sich Ben in das Mädchen verliebt, wird euch nicht überraschen. Ob er mit Lena zusammen Wingroden und seinen Großvater verlässt, müsst ihr selbst nachlesen.

Die Geschichte, die in der Ich-Form aus der Sicht Bens erzählt wird, punktet mit vielen humorvollen und absurden Situationen – für beste Unterhaltung ist gesorgt. Aber es steckt viel mehr dahinter: Sehr berührend sind all jene Szenen, die den Protagonisten im Umgang mit seinem Opa zeigen.
Also: Unbedingt lesen!

Mag. Ingrid Brandl
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