25.07.2016, 11:15 Uhr

Erneut Hochwasserschäden in Wimsbach

Der Wimbach entwickelte sich am vergangenen Samstag erneut zu einem reißenden Strom. (Foto: Feuerwehr Bad Wimsbach/Haslinger)
BAD WIMSBACH. Am 23. Juli verursachte der zu einem reißenden Strom angewachsene Wimbach im Gemeindegebiet von Bad Wimsbach-Neydharting erneut beträchtliche Schäden. Im Raum Lindach traten ähnlich starke Regenfälle auf wie beim Hochwasser Anfang Juli. Aufgrund der rechtzeitigen Vorinformation der Einsatzkräfte kurz nach 21.00 Uhr konnten vor Eintreffen des Hochwassers viele Schutzmaßnahmen getroffen werden. Die Bewohner der gefährdeten Bereiche wurden durch Einsatzkräfte der Feuerwehr gewarnt. Insgesamt 1300 Sandsäcke wurden aufgrund der Erfahrungen des letzten Hochwassers an neuralgischen Stellen verbaut und an die Bevölkerung verteilt. Es waren fünf Feuerwehren mit insgesamt etwa 80 Feuerwehrleuten im Einsatz. Jeweils neun Einsatzfahrzeuge und Zivilfahrzeuge, großteils zum Transport der Sandsäcke, kamen zum Einsatz. Noch während des Einsatzzeitraums waren ein Verkehrsunfall sowie ein Oberleitungsschaden der Bahn Lambach Vorchdorf-Eggenberg abzuarbeiten. Es gab dabei nur Sachschäden.

Moorbad erneut betroffen

Das Hochwasser überflutete eine Weide mit einer Herde Rinder, welche von den Einsatzkräften in Sicherheit gebracht wurden. An privaten Häusern konnte der Schaden sehr gering gehalten werden, an der Infrastruktur entstand allerdings erheblicher Schaden. Eine Straße sowie mehrere Wege wurden weggerissen. Besonders betroffen war, wie schon Anfang Juli, das Moorbad Neydharting. Trotz Einschreitens der Einsatzkräfte mit über 700 Sandsäcken konnte das Eindringen der Flutwelle in die Keller verschiedener Gebäude nicht verhindert werden. Seit dem Hochwasser Anfang Juli ist der Kur- und Rehabetrieb im Moorbad eingestellt.

Drei Bezirke betroffen

Laut der Österreichischen Halgeversicherung VVAG betrug der Hagelschaden am 23. Juli in den Bezirken Gmunden, Linz-Land und Wels-Land nach ersten Schätzungen auf einer Fläche von rund 8000 Hektar etwa 1,7 Millionen Euro. Davon betroffene Agrarkulturen sind Getreide, Mais, Ackerbohne, Sojabohne, Grünland, Kürbis und Obst.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.