29.04.2016, 13:25 Uhr

Fahrradspenden für Simbabwes Ambulanz

Die Patienten werden liegend auf dem überdachten Fahrrad-Anhänger ins Krankenhaus gebracht. (Foto: PWRDF)

Die Fahrräder sollen die meist verwendeten Ochsengespanne als Art des Krankentransports ersetzen.

STADL-PAURA (hd). Die MIVA Austria, ein katholisches Hilfswerk mit Sitz in Stadl-Paura, bittet in ihrer Frühjahrs-Sammelaktion um Spenden zur Finanzierung von Fahrrädern. Den Schwerpunkt der diesjährigen Aktion bildet das Projekt einer Einrichtung namens "ISAC" (Initiative zur Rettung afrikanischer Kinder) in Ost-Simbabwe. Für Menschen im ländlichen Raum sollen dort kostenlos Fahrrad-Ambulanzen zur Verfügung gestellt werden. Die Initiatoren hoffen, damit die hohe Säuglings-, Kinder- und Müttersterblichkeit eindämmen zu können.

Krankenhäuser weit entfernt

Laut Statistik leben etwa 60 Prozent der Bewohner von Entwicklungsländern weiter als 25 Kilometer von der nächsten Gesundheitseinrichtung entfernt. Wo eine kostenlose Versorgung mit Rettungsautos nicht möglich ist, müssen Patienten auf Ochsengespanne ausweichen, um ins Krankenhaus zu kommen. Ochsenkarren sind allerdings langsam. Zudem dauert es in der Regel längere Zeit, bis die Tiere von der Feldarbeit abgezogen sind und für den Krankentransport bereitstehen. ISAC möchte weitaus schnellere und bequemere Fahrrad-Ambulanzen zur Verfügung stellen. Dabei werden die Patienten liegend auf einem überdachten Fahrrad-Anhänger transportiert. Zusätzlich zu 50 Ambulanzen sollen auch Wartungsstationen eingerichtet werden.
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