18.04.2016, 14:35 Uhr

Stadt stellt Geld für Kindergärten bereit

Die Stadt unterstützt die Schaffung von Kinderbetreuungsplätzen. (Foto: Robert Kneschke/Fotolia)

Die Stadt Wels stellt 1,4 Millionen Euro zur Erhöhung des Angebots zur
Verfügung.

WELS. Die Stadt Wels unterstützt mit insgesamt rund 1,4 Millionen Euro die Errichtung von zwei privaten Kleinstkinder- beziehungsweise Kinderbetreuungseinrichtungen im Westen der Stadt. Das beschloss der Gemeinderat in seiner Sitzung vom 11. April mit Stimmenmehrheit. Derzeit sind in ganz Wels 1860 Kinder in 89 Kindergartengruppen und 291 Kleinstkinder in 24 Krabbelstubengruppen untergebracht.

86 zusätzliche Plätze

Wenn die von der Stadt unterstützten Einrichtungen fertig sind, stehen zusätzlich zwei Gruppen für 46 Kinder und vier Gruppen für 40 Kleinstkinder zur Verfügung. Bereits seit September 2015 in Bau ist der Um- beziehungsweise Zubau bei der Krabbelstube der Familienzentren der Kinderfreunde Wels-Hausruck in der Noitzmühle. Nach der geplanten Inbetriebnahme im Herbst 2016 erhöht sich dort die Zahl der Gruppen von bisher einer auf drei und die der betreuten Kleinstkinder von zehn auf 30. Die Gesamtkosten betragen hier 910.000 Euro, die Förderung der Stadt 520.000 Euro, für die restlichen 390.000 Euro kommt der Bund auf.

Neubau in Wimpassing

Noch im Frühjahr 2016 soll der Bau einer Betreuungseinrichtung des Vereines Abenteuer Familie-Kinderbetreuung in Wimpassing starten. Die Inbetriebnahme ist für Frühjahr 2017 geplant. Die beiden Kindergartengruppen für 46 Kinder werden vor allem den städtischen Kindergarten in der Wimpassinger Straße 33 entlasten, zusätzlich sind zwei Krabbelstubengruppen für insgesamt 20 Kinder vorgesehen. Die Kosten liegen hier bei rund 1,4 Millionen Euro, die Stadt kommt für 885.000 Euro auf, den Rest teilen sich Land und Bund.

Sehr hoher Bedarf

"Laut aktuellen Zahlen können lediglich rund 15 Prozent der Welser Kinder zwischen null und drei Jahren außerhäuslich betreut werden. In der ganzen Stadt ist der Bedarf sehr hoch, lediglich 40 Prozent der vorgemerkten Kleinstkinder können auch tatsächlich aufgenommen werden", stellen Bürgermeister Andreas Rabl und Generationen-Stadträtin Margarete Josseck-Herdt in einer Aussendung der Stadt fest. Besonders im Westen von Wels steigt demnach die Nachfrage an Betreuungsplätzen stetig an. Mit den städtischen Einrichtungen alleine wäre es nicht möglich, den Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen abzudecken.
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