14.06.2016, 16:00 Uhr

Multivision lässt Hamburg leuchten

Attraktion auf der Reeperbahn: die Medienfassade des Klubhauses St. Pauli. (Foto: Multivision)
MARCHTRENK/HAMBURG. Multivision aus Marchtrenk ist auf Fassadenbeleuchtung spezialisiert. So wurden schon das Angerlehner Museum, das Ars Electronica Center aber auch die Kuwait Towers ins rechte Licht gesetzt. Jüngster Streich: das CLubhaus St. Pauli. Das drei Millionen Euro Projekt will eine Verbindung zwischen Architektur und neuen Medien schaffen. Die Fassade fungiert als riesiger Bildschirm, auf dem Videoinstallationen, Programmhinweise aber auch Twitter Nachrichten laufen können.

Herausforderndes Projekt

Mit der Medienfassade für das Klubhaus St. Pauli hat Multivision LED- Systeme GmbH aus Marchtrenk das umsatzstärkste Projekt (3 Millionen Auftragsvolumen für Multivision) seit der Firmengründung vor 15 Jahren umgesetzt. Aber nicht nur das, auch mit der Lichtlösung setzen die LED-Spezialisten aus Oberösterreich technisch absolut neue Maßstäbe: „Wir haben speziell für diese Medienfassade neuartige LED-Systeme entwickelt und produziert. In punkto Statik und Lichttechnik sind wir an die Grenze des derzeit Machbaren gegangen“, bringt Multivision Geschäftsführer Markus Schernhuber die Herausforderungen auf den Punkt.

Ein Rahmensystem, drei unterschiedliche Lichtwirkungen

Um die einzelnen Metallrahmen des Klubhauses färbig zu beleuchten, hat Multivision ein LED-System mit drei unterschiedlichen Lichtwirkungen entwickelt. Das zeichnet sich vor allem durch seine Kompaktheit aus. Eine noch größere Herausforderung als die kleinteilige Bauweise stellte jedoch die optimale Lichtverteilung des Farblichtes dar, um eine homogene Ausleuchtung der Felder zu erzielen. Dafür hat Multivision eine spezielle Linse mit einer exakten Lichtlenkung verwendet, die wiederum eine ganz bestimmte LED-Type bedingt.
Zusätzlich zum Farblicht wurden über 1650 Pixellinien horizontal im Gitter der Metallrahmen installiert. Diese weisen eine sehr hohe Strahlkraft auf und verwandeln die Fassade in einen riesigen Bildschirm. Über diesen Screen kann das Klubhaus St. Pauli bereits bei Tageslicht mit seiner Umgebung kommunizieren. Die einzelnen LED- Platinen leuchten schräg nach unten, um sowohl eine optimale Sichtbarkeit von der Straße aus zu gewährleisten als auch gleichzeitig eine Blendung der Bewohner der gegenüberliegenden Gebäude zu vermeiden.
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