08.04.2016, 15:11 Uhr

Sechs Millionen Gewinn

Roland Huemer, Florian Fritsch und Friedrich Pöcherstorfer (v.l.) präsentierten die Bilanz der Richter Pharma AG. (Foto: Hollig)

Richter Pharma hat ein erfolgreiches Jahr hinter sich. Verkauf und Börsengang sind kein Thema.

WELS. Die Welser Richter Pharma AG präsentierte für das abgelaufene Geschäftsjahr 2015 einen Gewinn vor Steuern von 6,2 Millionen Euro. Im Jahr davor betrug dieser noch 4,6 Millionen Euro. Der Umsatz wurde von 417 Millionen auf 493 Millionen Euro geschraubt.

Das Unternehmen, welches aus der seit 400 Jahre bestehenden Adler Apotheke entstand, verfügt über vier Standbeine: den Großhandel mit Human- sowie Veterinär-Arzneimitteln, die industrielle Herstellung von Arzneimitteln sowie die Tochterfirma Pharma Logistik Austria GmbH. "Wir beliefern zwei Drittel aller Ärzte in Österreich, welche eine Hausapotheke führen. Dazu kommen alle österreichischen Tierärzte. Bei der Belieferung von öffentlichen Apotheken begrenzen wir uns auf die Region", erklärt Roland Huemer, CEO der Richter Pharma AG. Den meisten Gewinn werfen für das Welser Unternehmen die Herstellung von Veterinär-Arzneimitteln sowie die Logistik-Dienstleistung ab. Der Handel mit Human-Arzneien ist laut Huemer "für uns nur sehr bedingt wertschöpfend".

Bleibt in Familienbesitz

Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz um 18 Prozent. Als Ziel geben die Verantwortlichen an, die zweistellige Wachstumsrate beizubehalten. Bis 2020 soll zudem der Umsatz im Veterinärbereich von derzeit 80 Millionen Euro verdoppelt werden. Die Eigenkapitalquote beläuft sich derzeit auf 37,5 Prozent. Richter Pharma beschäftigt 399 Mitarbeiter, von denen etwa zwei Drittel weiblich sind. "Unsere Mitarbeiter fühlen sich hier wohl. Das zeigt die durchschnittliche Zugehörigkeit von elf bis zwölf Jahren, die immer konstant bleibt", freut sich der kaufmännische Geschäftsführer Friedrich Pöcherstorfer. Das Unternehmen befindet sich zu 90 Prozent im Eigentum von Florian Fritsch. Die restlichen zehn Prozent hält dessen Schwester Ingrid Neumayer. "Fast monatlich kommen Angebote für Richter Pharma", lacht Fritsch, der keinen Gedanken an einen Verkauf des Unternehmens verschwendet. Ebenso wie an einen Börsengang.
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