29.07.2016, 10:33 Uhr

Strichmännchen als Erfolgsfaktor

Von links: Heiko Hufnagl, Heiko Parzer, Robert Szeleney und Clinton Gugrel in San Francisco. (Foto: privat)

Der Stickman brachte Djinnworks auf die Siegerstraße und zu mittlerweile 380 Millionen Downloads.

WELS. Wer sich etwas intensiver mit Spiele-Apps für das Smartphone beschäftigt, der kennt Spiele wie Rope’n’Fly, Stickman Cliff Diving, Stick Stunt Biker oder Stickman Downhill. Doch dass dahinter ein Welser Unternehmen steckt, ist nicht allzu bekannt. Bereits 2009 gründeten die beiden Welser Robert Szeleney (36) und Heiko Hufnagl (43), die sich als Programmierer bei einem Automatisierungsunternehmen kennenlernten, "Djinnworks". "Als der Hype um das iPhone begann, fingen wir damit an, ein paar Apps zu programmieren. Da gab es noch gar keinen Appstore", erzählt Szeleney. "Als wir das erste Spiel herausbrachten, hatten wir Glück, denn es landete vom Start weg auf Platz zwei der weltweiten App-Downloads. Dadurch hatten wir von Beginn an einen guten Namen und eine Userbasis. Diese bekommen wir bis heute ganz einfach auf jedes neue Spiel. Das hat eine Eigendynamik entwickelt."

Der wichtigste Mitarbeiter

Mittlerweile können die Spiele mit dem Stickman, der als Charakter in den meisten Apps auftritt und als Identifikationsfigur dient, nicht mehr nur auf dem Apple-Betriebssystem, sondern auch auf Android, Amazon, Windows 10, Mac OS, Google TV und demnächst sogar auf Xbox One und Playstation 4 heruntergeladen werden. Die zwei Firmengründer holten sich mit dem Gunskirchner Heiko Parzer (36) zudem einen Grafiker und mit Clinton Gugrel (43) aus Engerwitzdorf einen weiteren Entwickler ins Team. Mehr als 380 Millionen Downloads ihrer Spiele-Apps stehen bislang zu Buche. Djinnworks erwirtschaftet jährlich einen Umsatz in Millionenhöhe. Aufgrund der Eigendynamik der Kundengewinnung fallen keine Werbungskosten und durch das Arbeiten von zuhause aus keine Miete an. So wollen die Vier das auch in Zukunft fortführen. "Es läuft perfekt. Es gab viele Überlegungen, ob wir eine große Firma mit vielen Mitarbeitern daraus machen. Aber dann würde man Gefahr laufen, in diesem rasanten Markt unterzugehen. Es ist uns wichtig, dass die Arbeit Spaß macht, und das ist mit diesem kleinen Team der Fall", sagt Szeleney.
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