13.09.2016, 14:14 Uhr

"Zu hohe Bierpreise" am Volksfest

Messepräsident ist seit fünf Monaten Hermann Wimmer. (Foto: Volker Weihbold)

Messepräsident und -geschäftsführer analysierten das Volksfest und orteten Verbesserungspotenzial.

WELS. Das Welser Volksfest der Herbstmesse verlief heuer nicht so gut wie noch 2014. Messepräsident Hermann Wimmer und Messe-Geschäftsführer Robert Schneider sehen dies vor allem in den warmen Temperaturen begründet, die in den letzten beiden Wochen herrschten. "Dazu kommt, dass die Landwirte derzeit Erntezeit haben. Wir haben jedes Mal einen hohen Anteil an Landwirten unter unseren Besuchern", sagt Schneider. Dennoch sieht vor allem Wimmer großes Verbesserungspotenzial. "Die Herbstmesse ist Anlass, das Volksfest unter die Lupe zu nehmen. Eines meiner Ziele ist es, das ganze Rundherum in seiner Qualität zu verbessern. Die Gastronomie ist nicht schlecht, aber wir müssen schauen, ob man etwas besser machen kann und ob das Preis-Leistungs-Verhältnis passt", sagt Wimmer.

Zu hohe Bierpreise

Beispielsweise die hohen Bierpreise sind ihm ein Dorn im Auge, aber auch die Öffnungszeiten der jeweiligen Stände. "Wenn Leute am Sonntag in die Weinkost gehen und dort drei Viertel der Wirte zugesperrt haben, ist das nicht akzeptabel." So sieht das auch ÖVP-Stadtparteiobmann Peter Csar: "Wenn sich die Preise teilweise über dem Münchner Oktoberfest bewegen, läuft einiges schief. Das Welser Volksfest war immer ein Treffpunkt für Jung und Alt und vor allem für Familien. Ein Besuch muss auch für Familien leistbar sein." Es gibt laut Wimmer, vor allem mit dem Weindorf und dem Bierzelt, ein gutes Angebot für Junge. "Ältere wünschen sich aber, sich auch zu späterer Stunde noch unterhalten zu können. Früher war es zumindest in der Weinkost noch relativ ruhig." Es gebe bei den Verbesserungsvorschlägen keine Tabus. Schneider merkt zudem an, dass die Vorfälle am ersten Abend des Volksfestes, an dem laut Aussage bei der Polizei mehrere Frauen sexuell belästigt wurden, hohe Wellen schlug. "An den weiteren Tagen gab es keinen einzigen Vorfall. Die Leute sind hier besser geschützt, als wenn sie in irgendeiner Altstadt fortgehen."
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