12.03.2016, 20:51 Uhr

Die letzte Ruhe in edlem Holz

Bestattungsunternehmer Stephan Sarg aus Axams setzt bei Särgen und Urnen auf heimische Holzqualität.

Der Phantasie bei Sarg und Urne sind keine Grenzen gesetzt – Schlichtheit ist aber im Trend!

Vorab: Wer zum ersten Mal von der "Bestattung Stephan Sarg" hört, kann sich vielleicht ein Schmunzeln nicht verkneifen. "Damit habe ich kein Problem – manchmal glauben die Menschen halt, dass dies ein Firmen- oder auch ein Künstlername sei", so Stephan Sarg. Mitnichten – der Firmeninhaber leitet den Betrieb in Axams bereits in dritter Generation. Sein Großvater gründete die "Tischerei Sarg", die – in der damaligen Zeit durchaus üblich – auch Särge hergestellt hat. Stephan Sarg führte die Tischlerei weiter, spezialisierte sich aber im Lauf der Zeit und leitet nunmehr das Bestattungsunternehmen im westlichen Mittelgebirge.

Verschiedene Holzarten

Dass bei der Auswahl der Särge "Schlichtheit" im Trend liegt, kann der Experte bestätigen. Särge oder "Truhen" (größere Särge) werden zumeist aus Lärchen- oder Fichtenholz gefertigt. "Hin und wieder wird auch Zirbenholz, eher selten Eiche verlangt", weiß Stephan Sarg. "Die Hinterbliebenen überlegen oft, welche Holzart und welcher Stil des Sarges zum Verstorbenen passt. Natürlich spielt auch der Kostenfaktor eine Rolle, der von der Ausführung bestimmt wird." Auch die Urnen sind in verschiedenen Holzarten erhältlich und können in vielerlei Form bestellt werden. Hier ist das Angebot generell viel breiter. Persönlichen Wünschen kann fast immer Rechnung getragen werden (Beispiel: Urnen aus anderen Materialien werden auch in Form eine Fußballs angeboten ...).


Keine Eigenproduktion

Weder die Särge noch die Urnen und auch nicht die Grabkreuze aus Lärchenholz werden von Stephan Sarg selbst produziert. Er setzt trotzdem auf heimische Qualität der beiden einzigen österreichischen Anbieter. Die Firmen "Moser Holzindustrie" im Salzburger Lungau sowie "Daxecker Holzindustrie" in Feldkirchen an der Donau haben alles im Angebot, was der Bestattungsunternehmen seinen Kunden anbieten kann.


Extrawünsche

Wer nach seinem Ableben der Bestattung durch die Auswahl eines extravaganten "Sondermodells" ein spezielle Note verleihen möchte, kann das natürlich tun. Allerdings sollte man die Dinge dann zu Lebzeiten selbst in die Hand nehmen, rät Stephan Sarg. "Wer beispielsweise einen Sarg aus einem afrikanischen Edelgehölz haben möchte, muss den Zeitfaktor einrechnen. So etwas geht nicht innerhalb der normalen Frist vom Ableben bis zu Beerdigung, sondern braucht etwas mehr Zeit. Ich kann alles organisieren und in die Wege leiten. Derartige Wünsche sind allerdings sehr selten!"
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