01.05.2016, 19:30 Uhr

Katastrophenszenario in Aldrans

Einsatz mit der Bergeschere in extremsten Gelände – da muss die Zusammenarbeit funktionieren.

Einsatzorganisationen übten mit Hubschrauberunterstützung des Bundesheers den Ernstfall!

Eine Übung, die man in dieser Größenordnung nicht alle Tage erlebt, gab es am Wochenende im östlichen Mittelgebirge. Unter der Leitung der Feuerwehr Aldrans und des Flugdienstes Innsbruck-Land wurden insgesamt vier Einsatzszenarien über den gesamten Tag von den Blaulichtorganisationen Feuerwehr, Rettung, Polizei und Bergrettung abgearbeitet. Unterstützung erhielten sie dabei von drei Bundesheerhubschraubern (darunter auch dem Black Hawk), welche den Transport von Personen und Material übernahmen.


Rettung aus der Luft

Ein großflächiges Gebiet war laut Übungsannahme nach einem Erdrutsch auf dem Straßenweg nicht mehr erreichbar. Ein Auto wurde komplett verschüttet, ein weiteres über den Straßenrand in den Wald geschleudert. In beiden Fahrzeugen mussten Personen gerettet werden. Nahezu gleichzeitig kam es zu einem Hauseinsturz, einem Waldbrand und einem Gebäudebrand – viel Arbeit also für die Feuerwehr, die Sanitäter des Roten Kreuzes, der Bergrettung und des Bundesheeres.

Realitätsnah

Jörg Degenhart, Leiter des Sachgebiets Flugdienst im Landes-Feuerwehrverband Tirol, lässt an der Wichtigkeit derartiger Übungen keinen Zweifel aufkommen: "Es kann durchaus passieren, dass ein ganzes Tal oder eine Region am Boden nicht mehr erreichbar ist und sich derartige Szenarien ereignen. Die Koordination der Transporte bedeuten für die fliegerische Einsatzleitung eine enorme Herausforderung. Bei diesen Übungen gilt es, Fehler auszumerzen und die Zusammenarbeit abzustimmen."
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Julius Skamen aus Hall-Rum | 02.05.2016 | 07:24   Melden
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