17.06.2016, 11:42 Uhr

Kematen: Maßnahmen gegen Trinkwasserprobleme

Das Trinkwasser ist in Kematen, Völs und Grinzens unbedenklich genießbar – damit es so bleibt, sind aber einige Maßnahmen notwendig.

Trinkwasserqualität ist gegeben – Maßnahmen zur Qualitätssicherung werden aber sofort getroffen.

KEMATEN. Die wichtigste Nachricht zuerst: Das Trinkwasser für die drei Gemeinden Kematen, Völs und Grinzens ist gefahrlos genießbar! Faktum ist aber auch, dass es zuletzt wieder zu einigen Verunreinigungen gekommen ist, die entsprechende Maßnahmen erfordern. Auch im Kemater Gemeinderat gibt es keinen Zweifel, dass hier etwas geschehen muss, um die Qualität des Trinkwassers jederzeit aufrecht erhalten zu können. Übereinstimmenden Meldungen zufolge war die Qualität des Trinkwassers aus dem Senderstal durch diverse Einträge (Larven) beeinträchtigt und hygienisch nicht einwandfrei. Die Behörde forderte unverzüglich entsprechende Notmaßnahmen, die der Bürgermeister auch umgehend verfügte.

Filter wird eingebaut

Bgm. Rudolf Häusler zur Causa: "Es hat am Freitagvormittag Gespräche mit der Behörde gegeben, an denen auch auch die Bürgermeister Erich Ruetz aus Völs und Toni Bucher aus Grinzens teilgenommen haben. Wir sind übereingekommen, dass ein Filter, der technisch auf dem neuesten Stand ist, eingebaut werden soll. Außerdem werden natürlich alle Maßnahmen, die notwendig sind, unverzüglich eingeleitet. Es geht auch darum, dass keine Panik in der Bevölkerung aufkommt. Wir werden über die weiteren Entwicklungen unverzüglich informieren, aber nochmals: Das Wasser hatte und hat Trinkwasserqualität – das ist ja nicht nur für die Bevölkerung von eminenter Wichtigkeit, sondern auch für lebensmittelproduzierende Betriebe und viele andere Bereiche. Die Überwachung und Kontrolle erfolgt täglich und ist lückenlos!"

"Aktivitäten notwendig"

Mit einem Flugblatt informiert hat bereits die Liste "Gemeinsam unabhängig für Kematen". "Wir haben das Thema Trinkwasser ja schon in der Wahlwerbung massiv angesprochen und Aktivitäten gefordert," stellt Listenvorsitzender Manfred Jordan klar. "Für uns ist die ausreichende Versorgung mit hoch qualitativem Trinkwasser eine vordringliche, wesentliche Dienstleistung der Gemeinde für die Bürgerschaft und vor allem auch für jene Betriebe im Ort, die Lebensmittel produzieren. Für unsere Liste hat die qualitätsvolle Trinkwasserversorgung absoluten Projektvorrang. Daher unterstützen wir auch entsprechende Entscheidungen und Maßnahmen, die die Versorgung mit hochwertigem Trinkwasser sichern.

Forderungskatalog

Folgende Schritte müssten laut "Gemeinsam unabhängig für Kematen" unverzüglich gesetzt werden:

1. Laufende, engzeitliche Überwachung der derzeitigen Wassergüte und umgehende, aktuelle Information der Bevölkerung über die Wassergüte. Bei der „Überwachung“ meinen wir nicht nur optische „Sichtung“ der Wassergüte durch den Wassermeister der Gemeinde, sondern auch regelmäßige , in zeitlich engen Intervallen Entnahme von Wasserproben durch das Hygieneinstitut mit rascher nachfolgender Information an Gemeinderat und Bevölkerung

2. Rascher Einbau des geplanten „Hawle“ Filters zur Partikelentfernung (siehe dazu auch 2. Absatz im Bericht oben)

3. Schlagen eines Grundwasserbrunnens als Überbrückung von Wasserengpässen

4. Sanierung (Neufassung) der bestehenden Quellfassungen im Senderstal

5. Erschließen neuer Quellen, die ausgezeichnetes Trinkwasser liefern

6. Erstellen eines umfassenden Konzepts für eine gesicherte Trinkwasserversorgung im Lichte der abschätzbaren Ortsentwicklung. Insbesondere ist es wichtig zu überlegen, wie eine ausreichende Wasserversorgung auch für das neue Gewerbegebiet im Norden der Gemeinde sichergestellt werden kann. Dabei bevorzugt „Gemeinsam Unabhängig für Kematen“ die Idee der „Wasserteilung“: Quellwasser als Trinkwasser für die Bevölkerung, Grundwasser für Betriebe des Gewerbegebietes.
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